| 02:38 Uhr

Tourismus-Vorstand sucht Spremberger Markenkern

Bietet der Felixsee mehr Potenzial als bislang genutzt?
Bietet der Felixsee mehr Potenzial als bislang genutzt? FOTO: Margit Jahn/mjn1
Spremberg. Die Stadt Spremberg besitzt das Potenzial, sich im erweiterten Tourismusverband Lausitzer Seenland ihr eigenes Profil zu schaffen: Darauf setzt Marco Wentworth vom Vorstand des Vereins Spremberger Land, der zugleich die Tourismusinformation am Markt leitet. René Wappler

Er ruft die Touristiker der Region dazu auf, sich an einer Diskussion über die künftige Rolle von Spremberg zu beteiligen: Schließlich werde die Stadt in das Zentrum des Seenlandes rücken, sobald im nächsten Jahr der Tourismusverband Niederlausitz (Guben, Först, Döbern) mit dem Tourismusverband Lausitzer Seenland verschmilzt.

"Wir können unseren Einfluss geltend machen", erklärt Marco Wentworth. Dafür sei es jedoch wichtig, darüber nachzudenken, was die Spremberger Region ausmacht. So erhofft sich Marco Wentworth eine Antwort auf die Frage: "Warum sollen die Gäste zu uns kommen?"

Unterdessen erklärt der Fraktionschef der Nächsten Generation in der Spremberger Stadtverordnetenversammlung, Benny Stobinski: "Es wäre schon viel erreicht, wenn man das vorhandene Angebot bündelt und vernünftig vermarktet." Er reagiert damit auf das Ansinnen der Touristiker, die Badegewässer im Umland von Spremberg stärker in die Werbung einzubeziehen und bei Touristen aus dem Nachbarland Polen Interesse zu wecken. Der überregionale Tourismus am Felixsee gehöre bereits zum Alltagsgeschäft, "auch am Hollycamp in Bohsdorf nehmen regelmäßig junge Leute aus Polen teil", sagt er. Das Ferienobjekt am Felixsee wird vom Mehrgenerationenzentrum Bergschlösschen betrieben, in dem Benny Stobinski arbeitet. Die Anlage in Bohsdorf soll voraussichtlich im Oktober ihren Betrieb aufgeben. Stobisnki schlägt er vor, dieses Gebiet stärker zu entwickeln, statt es wegen fehlenden kommunalen Geldes aufzugeben. Ein solides Konzept, das an diesem Standort Caravanstellplätze, Sport, Gastronomie und Kultur umfasst, könne mit Unterstützung der Touristiker dies leisten.