Wie kommen Gäste vom Markt zum Elternhaus von Peter Jokostra? Was gibt es in Ortsteilen zu entdecken? Wo im Stadtpark befindet sich das Lapidarium? Am Stadtpark steht eine Überblickskarte, am Jokostra-Haus hängt eine Tafel. Ortsteile haben alte Wegweiser und Karten. Aber um ein einheitliches Wegeleitsystem zu Sehenswürdigkeiten ringen die Spremberger seit Jahren. Ein erster Versuch scheiterte, weil es keine Fördermittel gab. Nun haben in 40 Stunden ehrenamtlicher Arbeit Anja Kießlich und Ralf-Dieter Drews ein System entwickelt.

Wegweiser an Knotenpunkten

Mit Drews sitzt Anja Kießlich im Vorstand des Laga-Vereins. Auch aus ihrer Vorstandsarbeit im Verein der Spremberger Land GmbH, die die Touristinformation unterhält, kennt sie das Thema. In drei Kreisen denken Drews und Kießlich: Der erste Kreis ist der Stadtpark, um das System überschaubar durchzuspielen. Der zweite Kreis ist die Innenstadt. Zum dritten Kreis sollen die 14 Ortsteile gehören, wo noch Hilfe aus den Orten gebraucht wird. Gearbeitet werden soll mit Wegweisern an Knotenpunkten, mit Tafeln und Pultaufstellern. „Ob mehrsprachig gearbeitet wird, müssen wir klären“, sagt Anja Kießlich. Umgesetzt werden könnte das System in drei Jahren, geschätzte Kosten von 63 000 Euro würden sich auf 21 000 Euro pro Jahr verteilen.

Göran Richter (SPD), Ortsvorsteher in Schwarze Pumpe, freut sich: „Unsere alte Info-Tafel hat nicht mal die Umgehungsstraße drauf.“ Wie das System Sehbehinderten hilft, ist zu prüfen. Die Stadtverwaltung erarbeitet einen Beschluss.