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Tierheim-Team befreit Dutzende Katzen aus kleinen Wohnungen

Die Perserkatze aus Spremberg.
Die Perserkatze aus Spremberg. FOTO: Wappler
Groß Döbbern. Das Tierheim am Schäferberg quillt derzeit nahezu vor aufgenommenen Tieren über. 32 Katzen haben die Mitarbeiter vor zwei Wochen aus einer Einraumwohnung in Cottbus geholt. René Wappler

Dies berichtet die Chefin der Anlage bei Groß Döbbern, Annett Stange. "Die Mieterin war offenbar mit den Tieren überfordert", erläutert sie. "Nachbarn beschwerten sich bei der Hausverwaltung, die schaltete wiederum die Behörden ein - und so kamen die Katzen zu uns."

Vor einer Woche nahm das Tierheim zudem eine verwahrloste Perserkatze auf, die Spaziergänger am Artur-Becker-Ring in Spremberg entdeckt hatten. Der Vierbeiner saß in einem Graben. Er wirkte abgemagert, sein Fell sah verfilzt aus. "Dabei handelt es sich um ein sehr zutrauliches Tier", sagt Annett Stange. "Einer unserer Mitarbeiter wohnt in der Nähe des Fundortes, also fragte er ein wenig herum, ob jemand die Perserkatze vermisst - bisher allerdings ohne Erfolg."

Momentan beherbergt die Anlage am Schäferberg 247 Katzen, 108 Hunde und 36 weitere Tiere wie Meerschweinchen und Kaninchen. Noch in dieser Woche werden wohl viele weitere Katzen hinzukommen, da sich die Tierheim-Mitarbeiter mit einem ähnlichen Fall wie in der Cottbuser Einraumwohnung konfrontiert sehen. Eine Frau hielt in Döbern 20 unkastrierte Tiere, die sich weiter unkontrolliert zu vermehren drohten.

Eines dürfte die Vermittlung der Vierbeiner erschweren: Von den 32 Katzen aus der Cottbuser Wohnung tragen 25 ein schwarzes Fell. Erstaunlicherweise scheint sich bis heute ein gewisser Aberglauben in der modernen Gesellschaft zu halten, denn von schwarzen Katzen nehmen viele vermeintliche Tierfreunde lieber Abstand. Das berichten auch die Mitarbeiter des Tierheims in Guben.