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| 14:36 Uhr

Investition zum Schutz von Vierbeinern
Tierheim am Schäferberg erhält Geld für neue Station

Groß Döbbern/Potsdam. Fördermittel des Landes Brandenburg dienen dem Ausbau desQuarantäne-Bereiches.

Mit Fördermitteln vom Land Brandenburg bauen die Mitarbeiter des Tierheims am Schäferberg derzeit eine alte Baracke um. Wie Chefin Dr. Annett Stange mitteilt, soll sie künftig als Quarantänestation für Hunde, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen dienen. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes erfüllt eine solche Station den Zweck, Neuzugänge mit unklarem Gesundheitszustand vorübergehend räumlich von anderen Tieren zu trennen. 65 000 Euro hat das Tierheim vom Land Brandenburg für den Ausbau der alten Baracke erhalten. Annett Stange sagt: „Dieses Geld hilft uns sehr, weil wir dringend unsere Kapazität erweitern müssen.“

Momentan befinden sich im Tierheim 50 Katzen und zehn Hunde in Quarantäne. Die Mitarbeiter der Anlage gelten auch über den Spree-Neiße-Kreis hinaus als Ansprechpartner für die Behörden, wenn Tiere beschlagnahmt werden.

Erst im Februar dieses Jahres kamen zum Beispiel 28 Katzen und Hunde aus dem Tierheim Herzberg in Groß Döbbern unter. Die Verwaltung des Elbe-Elster-Kreises hatte das Heim in Herzberg wegen des Verstoßes gegen tierschutzrechtliche Anordnungen geschlossen. So seien in mehreren Fällen die Impfpflicht nicht beachtet worden. Dokumente zur Herkunft und dem Verbleib von Tiere hätten gefehlt, ebenso wie die vorgeschriebenen Sachkundenachweise für das Leitungspersonal.

Annett Stange berichtet: „In den vergangenen Jahren mussten wir öfter große Bestände bei uns unterbringen.“ Deshalb sei der Ausbau der Quarantänestationen wichtig. Die Baracke, die bislang leer stand, soll eine Fläche von 200 Quadratmetern für diese Aufgabe bieten. Die Mitarbeiter des Tierheims gehen davon aus, dass die Bauarbeiten im September oder Oktober beendet sein werden. Für die Quarantänestation erhält das Gebäude unter anderem neue Fliesen, neue Fenster und moderne Elektrik.

Klare Regeln stellt der Deutsche Tierschutzbund auf. „Die Quarantänestation und die Krankenstation müssen räumlich so weit voneinander und von den übrigen Tierunterkünften getrennt sein, dass eine Infektionsgefahr weitgehend ausgeschlossen werden kann“, heißt es in seiner Tierheimordnung. „Die Innenräume der Quarantänestation, der Krankenstation und Pensionstierabteilung dürfen nur vom Tierheimpersonal und dem behandelnden Tierarzt betreten werden.“ Vor und nach dem Betreten dieser Stationen sei außerdem darauf zu achten, die Arbeitskleidung zu wechseln.