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Folgen der Silvesternacht
Familie warnt nach Brand vor dubiosen Spendenaufrufen

Das ausgebrannte Haus in Terpe.
Das ausgebrannte Haus in Terpe. FOTO: Rene Wappler / LR
Spremberg. Detlef Langer aus Terpe bittet hilfsbereite Menschen um Vorsicht – und dankt für Unterstützung.

Vor dubiosen Spendenaufrufen im Internet warnt Detlef Langer aus Terpe, dessen Wohnhaus am Silvesterabend Feuer gefangen hat. So wundert er sich darüber, dass plötzlich vermeintliche Hilfsangebote für seine Familie aus dem Boden schießen, um die er nie gebeten hat und deren Herkunft er sich auch nicht erklären kann. „Ich möchte nur inständig darum bitten, auf diese Spendenaufrufe nicht einzugehen“, sagt Detlef Langer. „Es wäre traurig, wenn Betrüger aus dem Einsatz hilfsbereiter Menschen Kapital schlagen könnten.“ Er selbst habe bereits Unterstützung von der Familie, Freunden und Einwohnern aus Terpe und Schwarze Pumpe sowie anderen Ortsteilen erfahren. „Da kamen Kinder zu uns, um ihr Spielzeug unserem zwölfjährigen Sohn zu schenken“, sagt Detlef Langer. „Darüber sind wir sehr gerührt.“ Sachspenden wie Pullover und Schuhe wurden ebenfalls abgegeben. „Wir bedanken uns dafür“, erklärt Detlef Langer.

Der Dachstuhl des Hauses von Familie Langer war am 31. Dezember gegen 20.30 Uhr in Brand geraten. Die Ursache des Feuers bleibt unklar. Mitarbeiter der Polizei untersuchten das Grundstück am Dienstag auf mögliche Spuren. Die Familie kann das Haus, das sie im Jahr 2006 gebaut hatte, derzeit nicht mehr nutzen. „Wir sind vorerst bei meinen Schwiegereltern auf dem Nachbargrundstück untergekommen“, sagt Detlef Langer. Der Sachschaden beträgt geschätzte 200 000 Euro. Noch ist ungewiss, ob sich die Substanz des Gebäudes erhalten lässt.

Wohnhausbrand in Terpe FOTO:

Nach Angaben der Verbraucherzentrale tummeln sich im Internet etliche dubiose Organisationen, die zum Beispiel auch vorgeben, sich um den Tierschutz zu kümmern: „Sie alle eint eine Mitleid heischende Tour, die ohne weiteres Überlegen schnell das Portemonnaie öffnen soll“, teilt die Verbraucherzentrale mit. IBAN und BIC seien bei den betrügerischen Aufrufen ebenso prominent aufgeführt wie oftmals der Hinweis, dass über PayPal gespendet werden könne.