(dbo) Beim 12. Sauerkrautfest des Heimatvereins Terpe sind 330 Kilogramm Weißkohlköpfe verarbeitet worden. Erst wurden sie geviertelt, dann mit dem 80 Jahre alten Hobel von Krautmeister Dietmar Unger zerkleinert.

Beim traditionellen „Stampfen“ fanden sich auch wieder Helfer aus dem Publikum. „So etwa 25 Minuten muss man da schon durchhalten“, sagt Dietmar Unger. „Immerhin muss das Kraut in der eigenen Brühe liegen, dann wird wieder Kraut dazu gegeben.“ In jeden Topf kommen  fünf Mal drei Kilogramm Kraut und etwas Salz.

Kraut machen macht hungrig und durstig. Es gab auch noch vom Oktoberfest übriggebliebenes  Spatenbräu, außerdem Schweinshaxen mit Sauerkraut, Weißwürste, Schmalzstullen und Fettbemmen, aber auch Schlesischen Weißkohleintopf von Irene Mathiszik.

Die Besucher hatten ihre Tonkruken gleich im Gepäck für das selbst hergestellte Kraut. Das muss  im stillen Kämmerlein – trocken und kühl – etwa drei Wochen gären, bis es verspeist werden kann. Erst dann entfalte es seinen Geschmack und passe wunderbar zu Kassler und Eisbein, so Unger. Angenehmer Nebeneffekt: Sauerkraut enthalte so viele wertvolle Stoffe, dass es ein Jungbrunnen für den menschlichen Körper sei.

Beim traditionellen Sauerkraut-Quizz gelang es Lena Birghan aus Terpe, das Gewicht eines Kohlkopfes  genau zu schätzen.