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| 14:52 Uhr

Wasser soll besser abfließen
Terpe hofft auf funktionierende Gräben

Ortsvorsteher Dieter Freißler bereitet sich auf die Versammlung mit den Einwohnern von Terpe vor...
Ortsvorsteher Dieter Freißler bereitet sich auf die Versammlung mit den Einwohnern von Terpe vor... FOTO: René Wappler / LR
Spremberg. Fachmann vom Gewässerverband stellt Zeitplan vor.

In Terpe staut sich das Wasser. Nach Regengüssen sucht es sich einen Weg auf die Felder im Dorf. Zwar existiert ein altes System aus Gräben. Doch das funktioniert nicht mehr. Nun wollen Fachleute das Wasserproblem in Terpe lösen. Dafür brauchen sie die Hilfe der Einwohner.

In den Alten Konsum hatte Ortsvorsteher Dieter Freißler für Montagabend eingeladen. Ulrich Fehlig vom Gewässerverband sagt: „Ich bin ein bisschen überrascht, dass der Saal voll ist.“ Doch seit Jahrzehnten ärgern sich die Einwohner über das Wasser, das sich auf privaten Grundstücken sammelt. Deshalb hoffen sie auf Hilfe.

Der Fachmann vom Gewässerverband stellt den Plan vor. Als erster Schritt dient das Modernisieren der Gräben, die Terpe umgeben. Danach soll ein Anschluss an die Vorflut folgen, den Oberen Landgraben, zu dem noch eine Strecke von 120 Metern fehlt. „Dann wird das Wasser etwas besser aus Terpe herausfließen“, sagt Ulrich Fehlig.

Noch in diesem Jahr soll der erste Teil des Projekts ein Ende finden. Bis dahin wollen die Mitarbeiter des Verbandes mit den Besitzern der Grundstücke sprechen.

Wer seine Zufahrt über den jeweiligen Graben behalten will, braucht eine Genehmigung. Darauf weist Ortsvorsteher Dieter Freißler hin. So kündigt auch Marion Schulze-Hanisch von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises an: „Ich werde alle Adressaten anschreiben.“ Wer keine Erlaubnis mehr in seinen Unterlagen finde, müsse einen neuen Antrag stellen. Ein zentrales Register mit den vorhandenen Genehmigungen existiere nicht beim Spree-Neiße-Kreis.

Immer wieder hatte der Ortsvorsteher bei den Gewässerschauen der Stadt Spremberg gefordert, das System der Gräben in Terpe instand zu setzen. Dies sei schließlich versprochen. „Aber nichts ist passiert“, stellte er im Jahr 2012 fest. Erst der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese habe auf einen „Kummerbrief“ des Ortsvorstehers reagiert. „Er nahm sich dieser Thematik an, womit endlich Bewegung hinein kam“, erläutert Dieter Freißler.

Heftig traf das Wasserproblem den Ort Terpe im Jahr 2010. Laut Statistik fiel zu dieser Zeit besonders starker Regen. Auch an den Bauwerken im Dorf nagt die Nässe, wie der Ortsvorsteher zu bedenken gibt.