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| 01:31 Uhr

Terpe feiert rund ums Sauerkraut

Alle packten bei der Zubereitung des Sauerkrauts mit an. Foto: mat1
Alle packten bei der Zubereitung des Sauerkrauts mit an. Foto: mat1 FOTO: mat1
Terpe. Bei volkstümlicher Stimmung sind am Samstag im Terpschen Vereinshaus „Alter Konsum“ während des vierten Sauerkrautfest 450 Kilogramm Weiß- und Rotkraut geschnitten, gehobelt und gestampft worden. Als „Krautmaxe“ verwandelte sich am Samstagabend Ortsvorsteher Dieter Freißler und legte eine Lederschürze an, als „Kraut-Roland“ wirkte Roland Bär und Joachim Klammer verkörperte an diesem Abend den „Kraut-Achim“. mat1

Die beiden Krauthobel stellte die Familie Unger zur Verfügung. Dafür, dass sich die Hobel an diesem Abend untentwegt drehten, sorgten auch Jürgen Reifenstein und Alfred Konzack.

Wie jedoch die Zubereitung des frischen Sauerkrautes zu handhaben ist, darüber gab Dietmar Unger am besten Auskunft. “Das Kraut wird in den Tontöpfen gesalzen, zur Lagerung abgedeckt und in bestimmten Abständen mit abgekochtem Wasser aufgefüllt. Nach drei bis vier Wochen ist es essbar. 20 Kilogramm verarbeiten wir für unsere Familie„, so Dietmar Unger aus Terpe. Sechs Stunden lang dauert an so einem Krautfest schon die “Stampfaktion„. Jeder Bottich muss eine Stunde gestampft werden und hat zirka 15 Kilogramm zum Inhalt. So kommt jeder Besucher am Stampfkübel auf seine Kosten. “Das ist ein Original-Krautfass aus Bluno, es war Oma Zippacks Hochzeitsgeschenk aus dem Jahr 1952„, erzählt Lothar Hopka. Nicht nur Schweinshaxen mit Sauerkraut wurden an diesem Abend verspeist, auch der Schlesische Krauteintopf fand viele Abnehmer. Denn immerhin kochte Irene Mathiszik 80 Eintopfportionen für die hungrigen Gäste, die aus Spremberg, Cottbus, Schwarze Pumpe, Sabrodt und Terpe kamen.

Das Sauerkrautfest ist eine bäuerliche Traditon aus Terpe zum Abschluss der Ernte, organisiert vom Heimatverein des Ortes. Das Fest soll auch künftig das Kulturangebot im Vereinshaus “Alter Konsum„ beleben und einen festen Platz im Terminkalender einnehmen.