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Tempo 30 für Lastwagen in Proschim gilt befristet

Das Tenpolimit in Proschim gilt nur befristet.
Das Tenpolimit in Proschim gilt nur befristet. FOTO: Annett Igel-Allzeit
Welzow. Rechtliche Hürden sprechen gegen ein grundsätzliches Tempolimit für Lastkraftwagen in Proschim: Darauf weist Fachgebietsleiterin Marlies Kulka von der Spree-Neiße-Kreisverwaltung hin. Allerdings haben die Einwohner gemeinsam mit den Fachleuten aus der Stadt Welzow einen Erfolg erzielt: Die untere Straßenverkehrsbehörde des Landkreises entspricht vorerst den Forderungen, ein Tempolimit von 30 km/h in Proschim für Lastkraftwagen einzurichten. René Wappler

Es gilt allerdings nur bis zum 10. November 2017.

Dazu erläutert Fachgebietsleiterin Marlies Kulka: "Das sächsische Bauprojekt auf der Bundesstraße 156 wird zu diesem Zeitpunkt beendet sein." Deshalb bleibe das Tempolimit auch bis zum November befristet. Grundsätzlich ließe es sich nach ihren Worten nur einrichten, nachdem eine neue Verkehrszählung stattgefunden hat, deren Ergebnis einen solchen Schritt rechtfertigen würde. Darüber hinaus wäre eine weitere Anhörung aller Beteiligten nötig. Marlies Kulka gibt zu bedenken: "Das Verfahren müsste dafür also völlig neu in Gang gesetzt werden."

Deshalb gilt also nun die befristete Lösung. Die Einwohner von Proschim forderten sie, weil sie unter dem Lastwagenverkehr litten: Die offizielle Umleitung über Schwarze Pumpe, Hoyerswerda, Bergen und Klein Partwitz wird von vielen Fahrern ignoriert, weil sie 30 Kilometer länger ist.

Eine Verkehrszählung im Juni führte zu diesem Ergebnis: Tatsächlich stieg der Anteil des Lastwagenverkehrs auf der Landesstraße auf 7,3 Prozent, während er vor den Bauarbeiten und der damit verbundenen Umleitung noch 3,9 Prozent betragen hatte. Somit entspricht die untere Verkehrsbehörde auf absehbare Zeit den Beschwerden der Einwohner, die sich durch den Verkehrslärm belästigt fühlen. Vor allem morgens zwischen 6 und 7 Uhr sowie zwischen 15 und 17 Uhr sei es besonders laut im Ort, erklärte einer der betroffenen Nachbarn aus Proschim, Alexander Tetsch. Doch auch in den Nachtstunden blieben die Einwohner mitunter nicht vom Verkehrslärm verschont.