ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:52 Uhr

Tanz in der Museumsscheune Bloischdorf
Von Kreuzpolka bis zu Stu Dalej

 Der Cottbuser Michael Apel (links) lud am Sonntagnachmittag zu einem tänzerischen Nachmittag in die Bloischdorfer Scheune ein, um mehr als 30 Tanzfreunden den Volkstanz, alte wendische/sorbische und deutsche Tänze näher zu bringen.
Der Cottbuser Michael Apel (links) lud am Sonntagnachmittag zu einem tänzerischen Nachmittag in die Bloischdorfer Scheune ein, um mehr als 30 Tanzfreunden den Volkstanz, alte wendische/sorbische und deutsche Tänze näher zu bringen. FOTO: Martina Arlt
Bloischdorf. Auch bei fast 40 Grad im Schatten kann Tanzen Spaß machen. Das bewies Michael Apel in der Museumsscheune Bloischdorf.

Viel Spaß hatten am Sonntagnachmittag bei hochsommerlichen Temperaturen mehr als 30 Tanzfreunde in der Bloisch­dorfer Museumsscheune. Denn der freischaffende Tanzpädagoge Michael Apel aus Cottbus lud alle Tanzfreunde unter dem Motto „Auf zum fröhlichen Tanzen“ ein. „Es ist ein geselliges Tanzen und soll verschiedene Tänze wieder aufleben lassen, die damals auf dem Tanzboden gern getanzt wurden“, erklärte Tanzmeister Michael Apel. Viele Tänze von früher seien verloren gegangen. „Meine tänzerische Anleitung richtet sich nach dem Publikum und dann werden in lockerer Atmosphäre tänzerische Schrittfolgen geprobt.“ Am Sonntag standen Tänze wie Polka, Kreuzpolka Rheinländer und auch sorbische Tänze wie Stup Dalej und Marianka auf dem Programm. „Es sind auch keine Vorkenntnisse für den geselligen Tanz erforderlich“, er 56-Jährige, der schon als Jugendlicher große Freude mit sorbischen Volkstänzen auf dem Tanzboden hatte.

Apel studierte an der Palucca-Schule in Dresden Tanz und war später als Bühnentänzer unterwegs. Er ist aber auch als Schauspieler und Moderator bekannt. Ob Choreograph, Regisseur oder Dozent, er hat auf jeden Fall immer großen Spaß an seiner Arbeit. Er ist Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung für das sorbische Volk. Heute ist er beruflich oft an der Bunten Bühne Lübbenau zu erleben. Sein besonderes Interesse gilt noch heute  den sorbischen und wendischen Kreis- und Reigentänzen, die er in Workshops gern unterrichtet.

„Unsere Tänze kann man auf jeden Fall auch bei einem Blasmusikfest anwenden. Egal ob allein oder mit Partner, egal welchen Alters, alle sind herzlich eingeladen. Wenn es beim Tanzen auch mal zwickt oder zwackt, man kann sich jederzeit auch zwischendurch hinsetzen. Der Bedarf für das gesellige Tanzen ist auf jeden Fall vorhanden. Ich bin mir schon fast sicher, dass es auch hier in Bloischdorf eine Neuauflage geben wird“, sagt Michael Apel, der auf Wunsch gern Probenanleitungen für Tanzgruppen oder Trachtenvereine gibt oder auch zu Feiern jeglicher Art die Gäste „zum Tanzen“ bringt.

 Der Cottbuser Michael Apel (links) lud am Sonntagnachmittag zu einem tänzerischen Nachmittag in die Bloischdorfer Scheune ein, um mehr als 30 Tanzfreunden den Volkstanz, alte wendische/sorbische und deutsche Tänze näher zu bringen.
Der Cottbuser Michael Apel (links) lud am Sonntagnachmittag zu einem tänzerischen Nachmittag in die Bloischdorfer Scheune ein, um mehr als 30 Tanzfreunden den Volkstanz, alte wendische/sorbische und deutsche Tänze näher zu bringen. FOTO: Martina Arlt
(mat)