Wasserentnahmeverbot für Spree und Spree-Zuflüsse

Tagsüber darf kein Spreewasser gepumpt werden

Spree-Neiße. Der Landkreis Spree-Neiße hat per Allgemeinverfügung ein zeitlich beschränktes Wasserentnahmeverbot für den privaten Gebrauch aus der Spree und ihren Zuflüssen erlassen. Betroffen sind die Städte Spremberg und Drebkau, die Gemeinden Neuhausen/Spree und Kolkwitz sowie die Ämter Peitz und Burg.

Wie die Kreisverwaltung am Mittwochmorgen informiert hat. ist die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern mit Pumpen in der Zeit von 6 Uhr bis 21 Uhr untersagt.

Die aktuelle Abflusssituation in den Fließgewässern und die anhaltende trockene Wetterlage mache diese Maßnahme erforderlich, um ein weiteres Absinken der Wasserspiegel zu verhindern und gleichzeitig einen ökologischen Mindestabfluss unterhalb des Spreewaldes zu gewährleisten, so das Landratsamt. Da sowohl die sächsischen Speicherbecken als auch die Talsperre Spremberg nur noch zeitlich begrenzt zur Niedrigwasserstützung beitragen können, seien weitere Maßnahmen der Stabilisierung des Spreeabflusses erforderlich.

Die Behörde weist ausdrücklich darauf hin, dass von diesem Verbot keine wasserrechtlich zugelassenen Wasserentnahmen für landwirtschaftliche Beregnungszwecke betroffen sind. Sie appelliert allerdings an die Landwirtschaft, das in diesen Tagen so kostbaren Wasser sparsam zu verwenden.

Wie lange dieses Wasserentnahmeverbot aufrechterhalten wird, steht indes noch nicht fest. In Abhängigkeit der meteorologischen Situation wird gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt über die weiteren Schritte entschieden.