Kai Noack gibt zu bedenken: "Gerade für Leute, die ganz gutes Geld verdienen, ist es wichtig, sich mit der Armut in unserer Gesellschaft zu befassen." Der Geschäftsführer würde sich nach eigenen Worten freuen, wenn soziale Einrichtungen wie die Tafel nicht mehr nötig wären, die Bedürftige mit Lebensmitteln und weiteren Waren für den täglichen Bedarf versorgen. "Aber so lange Menschen nicht von dem Geld leben können, das sie verdienen, haben wir ein Problem", erläutert er. Allein im Spree-Neiße-Kreis gebe es nahezu 4000 Bürger, die trotz einer Arbeitsstelle auf Hartz IV angewiesen seien. Die Spremberger Tafel versorge derzeit ungefähr 2600 Klienten, davon seien knapp 600 Kinder und Jugendliche. Seit dem Inkrafttreten der Hartz-Gesetze sei der Bedarf enorm angestiegen. Besonders groß ist der Anteil der Hilfeempfänger in Welzow und Forst, während sich Spremberg im Mittelfeld bewegt.