ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:02 Uhr

T-Com-Werbung sorgte für Verwirrung

Klein Loitz.. Carola Belka aus Klein Loitz erhielt in dieser Woche einen Anruf, der ihr mehr als merkwürdig vorkam. Und nicht nur sie. Kurz zuvor hatte ihre Mutter ein ähnliches Telefonat geführt, das für Verwirrung sorgte. Thoralf Schirmer

Am anderen Ende der Leitung habe sich ein Mann gemeldet, der erklärte, im Auftrag der Telekom ein Angebot unterbreiten zu wollen, erinnert sich Carola Belka: „Er warb damit, dass wir noch billiger telefonieren könnten. Was mir dabei auffiel war, dass er persönliche Daten, wie das Geburtsdatum und sogar die Bankleitzahl kannte. Am Ende wollte er noch die Kontonummer wissen, um den billigeren Tarif möglich zu machen.“
Die Klein Loitzerin hatte bald das ungute Gefühl, es vielleicht mit einem Betrüger zu tun zu haben, und brach das Gespräch ab. Bei einem Anruf unter der T-Com-Hotline erhielt sie die Auskunft, dass der Mann sicher nicht im Auftrag des Telekommunikationsunternehmens arbeite.
Allerdings hatte es, wie eine Nachfrage der RUNDSCHAU ergab, doch seine Richtigkeit mit dem Anruf. Ja, bestätigt T-Com-Pressesprecher Walter Genz, es seien Callcenter damit beauftragt, Kunden telefonisch mit günstigeren Tarifen, zum Beispiel am Wochenende, vertraut zu machen. Zu diesem Zweck habe man den dafür eingesetzten Mitarbeitern auch Kundendaten anvertraut. Wenn die Kunden jedoch letztlich durch die Frage nach ihrer Kontoverbindung beunruhigt worden waren, dann sei da etwas falsch gelaufen.
„Unsere Kunden sind ja entweder Selbstzahler oder Abbucher. Im einen Fall brauchen wir die Kontonummer nicht, im anderen Fall haben wir sie schon. Die Frage am Telefon nach der Kontonummer wäre also überflüssig wie ein Kropf“ , sagt Genz. „Und wenn der Mitarbeiter am Telefon seine Gesprächspartner davon überzeugen wollte, dass es für sie bequemer ist, vom Selbstzahler zum Abbucherverfahren zu wechseln, hätte er das deutlich machen müssen.“ Genz rät angerufenen Kunden, die sich beim Telefonat mit dem T-Com-Werber unsicher sind, klar zu sagen, dass sie zwar gern weitere Informationen zum Angebot wollen, aber auf keinen Fall am Telefon einen Vertrag abschließen und einen Auftrag zugeschickt bekommen möchte.