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Symbol für die Zukunft des Reviers

Das symbolische Einschlagen der Zimmermannsnägel ins Holz nahmen Uwe Grosser als Leag-Vorstand für das Ressort Bergbau sowie Andreas Redlich (rechts) als Tagebauleiter von Welzow-Süd.
Das symbolische Einschlagen der Zimmermannsnägel ins Holz nahmen Uwe Grosser als Leag-Vorstand für das Ressort Bergbau sowie Andreas Redlich (rechts) als Tagebauleiter von Welzow-Süd. FOTO: Martina Arlt/mat1
Spremberg. Bei hochsommerlichen Temperaturen hat am Donnerstag das Richtfest für die neuen Tagesanlagen des Tagebaus Welzow-Süd am neuen Standort in Schwarze Pumpe stattgefunden. Die Waschkaue für rund 900 Bergleute ist das erste von mehreren Gebäuden, das durch die Entwicklung des Tagebaus Welzow-Süd im Industriepark Schwarze Pumpe entsteht. Martina Arlt / mat1

Die bisherigen Anlagen im Schacht III sind Ende der 70er- bis Anfang der 80er- Jahre entstanden. "Diese Investition an diesem Standort ist ein großer Industrieschub und erweitert dieses industrielle Zentrum in Schwarze Pumpe", betonte Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos).

Die Verlegung der Tagesanlagen soll 2018 abgeschlossen sein. Die neue Waschkaue vor den Toren des Industrieparkes Schwarze Pumpe soll im Herbst 2018 in Betrieb genommen werden. Sie bietet 846 Kauenplätze und 165 Duschen, Umkleide- und Waschmöglichkeiten für die Mitarbeiter, die im Tagebau Welzow-Süd arbeiten. Die zugehörigen bergmännischen Anlagen wie Kohleumschlagplatz, Kohleverladung und die notwendige Gleisinfrastruktur werden bis 2022 verlegt. Mit den neuen Tagesanlagen investiert die Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG (Leag) allein am Standort Schwarze Pumpe rund 30 Millionen Euro in die Zukunft ihres Braunkohlengeschäftes im Lausitzer Revier. "Wir werden entsprechend unseres Revierkonzeptes weiterhin Verantwortung übernehmen und mit Investitionen und Wirtschaftskraft zur Strukturentwicklung dieser Region mit der Braunkohle beitragen", versicherte Leag-Vorstandsmitglied Uwe Grosser. "Die Kaue ist der Mittelpunkt der Tagesanlagen, einmal abgesehen von der Betriebskantine", verwies Grosser auf die Bedeutung der Kaue für den laufenden Betrieb. Angesicht der Herkunft des Begriffs Kaue mit Koben, Koje oder Käfig als Bezeichnung für engsten Raum zur Verfügung, stelle sich das neue Gebäude in Schwarze Pumpe komplett anders dar. Es biete den Mitarbeitern viel Platz, zeige sich hell und modern. Auf zwei Etagen werde es ausreichend Wasch- und Umkleidemöglichkeiten geben.

Der Tagebau Welzow-Süd hat mit deutlich mehr als 20 Millionen Tonnen Rohbraunkohle im Jahr die höchste Fördermenge im Lausitzer Revier vorzuweisen.