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| 01:07 Uhr

SWAZ schickt eine Vollstreckerin los

Spremberg.. Zwar ist der Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband mit einem soliden und beschlossenen Wirtschaftsplan ins neue Jahr gegangen, dem nur noch die Zustimmung der Kommunalaufsicht fehlt, aber trotzdem macht ihm eine hohe Außenstandsquote immer wieder Sorgen. Thoralf Schirmer


Im Jahresdurchschnitt haben die offenen Forderungen aus überfälligen Rechnungen eine Höhe von 330 000 Euro - das resultiert aus Gebühren für die Bereitstellung von Trinkwasser und die Entsorgung von Abwasser beziehungsweise die mobile Entsorgung, aber auch aus Kosten für Maßnahmen, die der SWAZ vorfinanziert hat und die er sich über Satzungen zurückholen muss sowie aus Kosten für Verwaltungsleistungen.
Um solche Außenstände künftig deutlich abzubauen und wirksamer einzutreiben, will der SWAZ in diesem Jahr die Vollstreckung von Forderungen selbst in die Hand nehmen. Bislang hatten diese Aufgabe die Verwaltungen der im Verband zusammengeschlossenen Kommunen mit übernommen, doch Verbandsvorsteher Bernd Schmied vertraut darauf, dass es effizienter ist, den Überblick über alle anhängigen Mahnvorgänge im Hause zu behalten.
Mit der Vollstreckung soll eine Mitarbeiterin des SWAZ schwerpunktmäßig betraut werden und spätestens zum 1. Juli dieses Jahres zum Einsatz kommen. Bevor sie diese Aufgabe übernehmen kann, muss sie der Landkreis als Kommunalaufsichtsbehörde in dieser Funktion aber bestätigen. Ein entsprechender Antrag des SWAZ liegt dort bereits seit einem Dreivierteljahr vor.
Der Kreis muss sich vor der Genehmigung von allen betroffenen Kommunen die Zusicherung geben lassen, dass diese mit der Tätigkeit der SWAZ-Vollstreckerin einverstanden sind.
Widerstand dagegen ist bislang nur vom einzigen sächsischen Verbandsmitglied, der Gemeinde Spreetal, bekannt, deren Ortsteil Zerre über den SWAZ versorgt wird. Sie hat die Arbeit einer Vollstreckerin auf ihrem Hoheitsgebiet abgelehnt.