" Mit diesen Worten warnte Verbandsvorsteher Bernd Schmied vom Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband (SWAZ) während des Spremberger Naturschutztages vor den Gefahren. Die Anlage stehe direkt hinter dem Deich der Spree, ihr Gelände befindet sich unter dem Niveau der Umgebung.

"Dank des Deichs kommen wir bis zu einem Wasserstand von 4,20 Meter in der Spree gut zu Rande", erklärte Schmied weiter. Ab vier Metern Pegelhöhe besteht dann in Spremberg bereits die höchste Alarmstufe 4. Im Normalfall bewegt sich der Wasserstand am Pegel Spremberg meistens um die Zwei-Meter-Marke. "Wenn unsere Kläranlage tatsächlich einmal überflutet würde, würden die gewaltigen Wassermassen der Spree das anfallende Abwasser massiv verdünnen", beschreibt Bernd Schmied das Szenario.

Einige Vorkehrungen seien zu diesem Punkt aber schon getroffen worden. So wurde die für die Kläranlage wichtige Hauptumspannstation an der Gartenstraße von den Spremberger Stadtwerken an einen höheren Standort versetzt. Auch der SWAZ sei in Bezug auf Hochwasserprävention nicht untätig gewesen. So habe der Verband drei alte Brunnen am Spremberger Wasserwerk stillgelegt. "Diese Anlagen waren massiv hochwassergefährdet", erklärt Schmied.