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| 01:10 Uhr

Suche nach Missbrauchsopfern

Forst.. Die Staatsanwaltschaft Cottbus verdächtigt einen 57-jährigen Forster, sich trotz einer bereits vorliegenden Anklage wegen sexuellen Missbrauchs erneut an Kindern vergangen zu haben. Das teilte die Sprecherin der Cottbuser Staatsanwaltschaft, Heike Lünnemann, mit.

Der Mann wurde vor eineinhalb Wochen in Untersuchungshaft genommen.
Bereits 2004 war ein Haftbefehl gegen den allein stehenden Bernd S. ergangen, der jedoch gegen Auflagen ausgesetzt worden war. Ein halbes Jahr später erhob die Staatsanwaltschaft Cottbus gegen ihn Anklage wegen sexuellem Missbrauchs von vier Minderjährigen. Zur Verhandlung kam es noch nicht, da der Beschuldigte zunächst begutachtet wurde.
Schon bald nach der ersten Anklage erhielt die Staatsanwaltschaft Hinweise, dass Bernd S. sich erneut an Kindern vergehen würde. Inzwischen konnten die Ermittler mehrere Jungen vernehmen. Der dringende Verdacht auf mindestens drei weitere Missbrauchsfälle führte zu der jetzt erfolgten Inhaftierung des Mannes
Aussagen mehrerer Kinder lassen laut Staatsanwaltschaft weitere sexuelle Übergriffe vermuten. Die weiteren Ermittlungen gestalten sich jedoch schwer, weshalb die Staatsanwaltschaft Cottbus auf Hinweise aus der Bevölkerung hofft. „Wir suchen konkret einen sechs bis acht Jahre alten Jungen, der im Sommer unter einer Neißebrücke in Forst zu sexuellen Handlungen gezwungen worden sein soll“ , sagt Staatsanwältin Martina Eberhart. Nach Angaben eines anderen Kindes habe der Junge dabei an den Armen Schwellungen und blaue Flecke davongetragen.
Die Mutter dieses Jungen soll gegenüber dem anderen Kind eine Anzeige bei der Polizei angekündigt haben, zu der es jedoch nicht kam. „Für uns wäre es sehr wichtig, diesen Jungen oder andere Opfer zu finden“ , so die Staatsanwältin. Bernd S. soll die Kinder mit Geld angelockt, später dann massiv bedroht haben, um sie einzuschüchtern. (sim.)
Hinweise erbeten an Staatsanwaltschaft Cottbus, Telefon 0355 / 36 10, oder die Polizeiwache in Forst, 0 35 62 / 92-0.