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| 15:18 Uhr

Radweg beschädigt
Sturm reißt Baum am Spreedamm um

 Ein Baum ist in Spremberg am Spreedamm entwurzelt worden. Mitarbeiter des Betriebshofes räumten den beschädigten Radweg wieder frei.
Ein Baum ist in Spremberg am Spreedamm entwurzelt worden. Mitarbeiter des Betriebshofes räumten den beschädigten Radweg wieder frei. FOTO: Detlef Bogott
Spremberg. Spremberger Spaziergängerin meldet Schaden dem Ordnungsamt – und fürchtet, dass noch weitere Bäume folgen könnten.

(dbo/ani) Am Radwanderweg auf dem Spreedamm hat der heftige Wind in der Nacht zum Montag einen Baum umgerissen. Der mit Efeu berankte Stamm lag am Morgen entwurzelt quer über dem Radweg etwa in Höhe des Freizeitsparks vom „Hotel am Berg“. Adelheid Rajewski hat ihn am Morgen beim Rundgang mit ihrem Hund bemerkt und das Ordnungsamt informiert. Von Seiten der Stadt wurde schnell reagiert: Mitarbeiter vom Betriebshof begannen sofort mit der Beräumung. Adelheid Rajewski geht öfter an der Spree spazieren. „Aber mit gemischten Gefühlen“, sagt sie, „ich habe Respekt vor den alten Bäumen.“ Die Sprembergerin verweist auf einen weiteren Baum, der zur Gefahr werden könnte.

Anfang Dezember 2013 hatte die Spremberger Feuerwehr zum Freizeitpark ausrücken müssen. Damals war das Eingangsportal von der Tonnenlast eines Baumes zertrümmert worden. Manfred Mechler war geschockt: Wenn das bei einer seiner Veranstaltungen passiert wäre? Mechler mahnte damals, dass die Stadt die Bäume am Spreedamm regelmäßig untersuchen sollte.

„Das tun wir“, sagt Doritha Drews, verantwortlich für Tiefbau und Grünwesen in der Stadtverwaltung. „Der Spreedamm ist voller alter Bäume. Viele haben Bruthöhlen. Dass wir hier lieber einmal mehr ausästen, als den Baum zu fällen, liegt daran, dass auf dem Spreedamm kein gefällter Baum ersetzt werden darf.“ Im Sinne des Hochwasserschutzes wäre, dass auf dem Spreedamm kein Baum steht, sondern sich eine Grasnarbe bildet. Deshalb wäge sie ständig ab und hofft, dass bei heftigen Stürmen keine Menschen über den Damm spazieren. Sturmschäden könne niemand ausschließen.

Auch die Platanen in der Bergstraße sieht sich Doritha Drews nicht nur vom Fußweg und von der Fahrbahn aus an. „Wir fahren mit dem Hubsteiger in die Kronen. Von dort sehen wir, ob der Massaria-Pilz zugeschlagen hat und wo richtig ausgeästet werden muss.“

Im Oktober 2017 war beim Sturmtief „Xavier“ eine Platane in der Bergstraße auf den Fuhrpark des Albert-Schweitzer-Familienwekes gestürzt und hatte drei Fahrzeuge zerstört.

(dbo)