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| 02:35 Uhr

Streit um Kündigung von Fahrer endet mit Vergleich

Spremberg/Cottbus. Der Streit zwischen einem Busfahrer und der DB Regio Bus Ost GmbH vor dem Cottbuser Arbeitsgericht ist mit einem Vergleich zu Ende gegangen. Der Mann aus Hoyerswerda arbeitete von Januar bis Juni 2015 für das Unternehmen, unter anderem in Spremberg, und er beklagte, ihm sei die Kündigung, wenige Tage vor Ende der Probezeit, nicht persönlich zugestellt worden. René Wappler

"Sie steckte nicht in meinem Briefkasten, was eigentlich normal wäre, sondern sie klemmte an der Haustür." Deshalb betrachte er sich weiterhin als Angestellten des Unternehmens.

Der Kommunale Arbeitgeberverband als Vertreter der DB Regio Bus Ost GmbH argumentierte hingegen vor dem Arbeitsgericht, es sei unverständlich, dass der Busfahrer nicht einfach bei einer anderen Firma anfange. Schließlich gebe es in dieser Branche genügend freie Stellen, "auch in Cottbus". Die Pressestelle des Unternehmens äußerte sich nicht öffentlich zum Gerichtsprozess: Sie wies lediglich darauf hin, dass es sich um ein schwebendes Verfahren handele, in dem es um interne Fragen geht.

Wie nun der Pressesprecher des Cottbuser Arbeitsgerichts, Klaus Mittelstädt, mitteilt, wurden alle Rechtsstreite zwischen den beiden Parteien wurden durch einen Gesamtvergleich in der Berufungsinstanz vor dem Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg beigelegt. "Die Parteien einigten sich auf eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen Zahlung einer Abfindung", erläutert Klaus Mittelstädt. Zur Höhe dieser Abfindung äußert er sich nicht.

Der Busfahrer hatte bereits während des Gerichtsprozesses angemerkt, dass ihn die Verdienstausfälle finanziell belasten.