Quer durch alle Fraktionen zeigten sich die Ausschussmitglieder höchst verärgert, dass der Heimatverein Terpe die Hinweise aus dem politischen Raum bislang völlig ignoriert hat. Die Spremberger Stadtverordneten wollen die Inschrift auf dem Stein "Zur Erinnerung an die Kriege" nicht akzeptieren und stoßen sich auch daran, dass das Aufstellen des Gedenksteines nicht beantragt worden ist. "Wir begehen in diesem Jahr den 70. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus - und jetzt haben wir einen Gedenkstein, der an die Kriege erinnert. Das ist überaus missverständlich", kritisierte Ilona Schulz (Linke) erneut. Erinnern müsse man an die Opfer der Kriege, forderte sie.

Der Gedenkstein war im Juni 2014 anlässlich der 625-Jahrfeier in Terpe wiederaufgestellt worden. Die Inschrift sei so schon auf dem mehr als 100 Jahre alten Originalstein gewesen, erklären die Initiatoren von Heimatverein und IG Ortschronik.

Der Bauausschuss will sich mit dieser Begründung nicht abfinden und fordert eine veränderte Inschrift. Die Angelegenheit soll jetzt mit Nachdruck zu einer Lösung gebracht werden. "Wenn es kein Einsehen vom Verein gibt, muss die Stadt eben diesen Gedenkstein verblenden oder verhüllen", schlug Frank Meisel (CDU) eine Möglichkeit vor.