An dieser Formulierung nimmt Elke Franke von der Fraktion der Linken im Stadtparlament Anstoß. Sie erklärte während der jüngsten Konferenz des Bauausschusses im Bürgerhaus: "Ich finde, man sollte der Opfer gedenken, nicht der Kriege." Die Formulierung auf dem Gedenkstein sei fragwürdig und überaus missverständlich.

Doch ihr widerspricht Ortsvorsteher Dieter Freißler. "Es gibt Fotos, die belegen, dass die Inschrift auf dem Original des Gedenksteines genau so lautete - und ich sehe nicht ein, dass wir diese historisch verbriefte Formulierung ändern, weil es eine Politikerin der Linken so wünscht." Er habe auch schon mit Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) über seinen Entschluss gesprochen.

Exakt lässt sich inzwischen offenbar nicht mehr ermitteln, wann der Gedenkstein in der Vergangenheit seinen Platz an der Dorfstraße in Terpe einnahm. Der Ortsvorsteher mutmaßt, er könnte bereits seit dem Jahr 1875 dort gestanden haben, bis er in den 30er- oder 40er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wieder verschwand.

Neben den Daten der Deutschen Einigungskriege in den Jahren 1864, 1866 und 1870/1871 enthält er einen Hinweis auf den Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 - und nun auch auf den Zweiten Weltkrieg in der Zeit von 1939 bis 1945.