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| 16:04 Uhr

Straßenbau
Straßensanierung auf Georgenberg

 Enrico Peschke und Thomas Nowak (l.) vom Betriebshof Spremberg lassen Stolperfallen im Heinrich-Heine-Weg verschwinden.
Enrico Peschke und Thomas Nowak (l.) vom Betriebshof Spremberg lassen Stolperfallen im Heinrich-Heine-Weg verschwinden. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Für den Bach-Weg liegt die Planung aus, im Heine-Weg laufen Fußwegreparaturen. Von Annett Igel-Allzeit

Der Johann-Sebastian-Bach-Weg auf dem Georgenberg in Spremberg soll grundhaft und barrierefrei ausgebaut werden. Zwar wird an der endgültigen Variante noch gearbeitet –  der Bauausschuss hatte eine der zwei Varianten empfohlen, aber die Verwaltung gebeten, in einigen Punkten nachzubessern – aber die Anwohner dürfen hoffen.

Die Entwurfsplanung für den Bach-Weg zwischen Grazer Straße und Adolf-Damaschke-Platz wird Stadtsprecher Alexander Adam zufolge gegenwärtig vom Planungsbüro überarbeitet. „Die Offenlage der Planung soll vom 17. Juni bis 5. Juli erfolgen.“ In dieser Zeit haben die Bürger Gelegenheit, sich anzuschauen, was für 572 365 Euro geplant ist.

Im Zuge der Bauarbeiten sind Mittelspannungskabel, Leerrohre, die Straßenbeleuchtung, die Regenentwässerung, Schmutzwasserleitungen und Trinkwasserleitungen zu erneuern oder zu verlegen. Im Nachdenken über die Gestaltung entstanden im Planungsbüro zwei Varianten. So sollte in Variante 1 die Straßenachse ab der Schillerstraße in Richtung Grazer Straße leicht verschwenkt verlaufen und damit der Verkehr beruhigt werden. Weil sich in der Anliegerstraße zwei Bushaltestellen befinden, sei das laut Planer angemessen. Doch das überzeugte die Bauausschussmitglieder nicht. Sie empfehlen Variante 2 auf der geraden und vorhandenen Trasse.

In beiden Varianten ist eine Fußweg-Mindestbreite von 1,80 Meter gewährleistet – zuzüglich der Sicherheitsstreifen von einem halben Meter zur Fahrbahn. Die Anbindungen an die Schillerstraße, Lutherstraße, Grazer Straße und an den Damaschkeplatz sind mit unterschiedlichen Bordausrundungen geplant, so dass die Busse und Lastkraftwagen, die zum Beispiel die Händler am Damaschkeplatz beliefern, problemlos um die Ecke kommen.

Neben der neuen Straßenbeleuchtung setzt das Planungsbüro auf viel Straßenbegleitgrün. Die derzeit 40 Pkw-Stellplätze sollten in der ersten Präsentation fürs Grün auf neun Stellplätze reduziert werden. Dagegen regte sich im Bauausschuss Widerstand. Die Verwaltung solle Rücksprache mit dem Vermieter halten.

Vermisst wurde in den Planungszeichnungen ein Radweg. „Wir haben dort so viel Platz. Da muss doch ein Radweg möglich sein“, so Klaus Grüneberg (SPD). Peter Reininger (CDU) erinnerte der fehlende Radweg daran, dass der Bauausschuss noch immer auf ein komplettes Radwegkonzept wartet. Für Jens-Uwe Winkler (UWG) gehört der Johann-Sebastian-Bach-Weg zu den Straßen, die genutzt werden, um zu den Einkaufsmöglichkeiten am Damaschkeplatz zu kommen, weshalb er den Radweg für wichtig hält. Möglichst im Anschluss an den einseitigen Radweg der Grazer Straße, so Ilona Schulz (Linke). Rudolf Schulze (CDU) riet, den Radweg im Bach-Weg auch nur einseitig zu führen – des Busverkehrs wegen. Warum den Bauausschussmitgliedern die geschwungene, verkehrsberuhigende Variante nicht gefiel, konnte kaum jemand erklären. Steffen Troska, sachkundiger Bürger, versuchte es: „Ob das Wohnungsunternehmen plant, Wohnungen dort barrierefrei und behindertengerecht umzubauen, wissen wir nicht. Aber Menschen mit Behinderungen kommen mit einer geraden Straße besser zurecht.“ Der sachkundige Bürger Ronny Sembol wünscht sich, dass die Verwaltung nicht müde wird, Zebrastreifen zu beantragen – auch für den Johann-Sebastian-Bach-Weg.

Und im Heinrich-Heine-Weg, der Parallelstraße? Dass die Stadtverwaltung versucht, auf den teilweise sanierungsbedürftigen Straßen auf dem Georgenberg weiter voranzukommen, ist unumstritten. „Aber zur zeitlichen Einordnung eines Ausbaus des Heinrich-Heine-Weges kann gegenwärtig leider keine Aussage getroffen werden“, sagt Stadtsprecher Adam. Stolperfallen auf dem Fußweg vorm Wohnblock werden seit Mittwoch beseitigt. Die Betongussplatten sind gebrochen und haben sich gesenkt. Die Bruch- und Abschlusskanten bildeten bis zu zehn Zentimeter hohe Stolperfallen. Nach Beschwerden im Rathaus waren vor zwei Wochen auf die Gefahrenstellen Warnbaken gesetzt worden. Am Mittwochmorgen begannen Enrico Peschke und Thomas Nowak vom Betriebshof der Stadt mit der Ausbesserung am Fußweg im Heine-Weg.

 Enrico Peschke und Thomas Nowak (l.) vom Betriebshof Spremberg lassen Stolperfallen im Heinrich-Heine-Weg verschwinden.
Enrico Peschke und Thomas Nowak (l.) vom Betriebshof Spremberg lassen Stolperfallen im Heinrich-Heine-Weg verschwinden. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit