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Statistik mit niedrigster Dezemberquote seit 15 Jahren in Forst, Guben und Spremberg

Forst. Die Arbeitslosenzahlen im Spree-Neiße-Kreis sind im Dezember leicht angestiegen. Im Vergleich zu den Vorjahren liegt die Arbeitslosenquote aber weiterhin auf niedrigem Niveau. bob



Im Dezember lag die Arbeitslosenquote den Angaben des Jobcenters Spree-Neiße zufolge bei 10 Prozent. Dies sind 0,4 Punkte mehr als im November, jedoch 1,1 Prozentpunkte weniger als im Dezember des Vorjahres. Gegenüber dem Dezember 1996 beträgt der Rückgang sogar 8,5 Prozentpunkte. „Der Anstieg im Dezember ist im Wesentlichen auf saisonale Faktoren zurückzuführen. Im langjährigen Vergleich ist eine deutliche positive Entwicklung der Arbeitsmarktlage festzustellen“, erklärt Hermann Kostrewa, der Werkleiter des Jobcenters Spree-Neiße. Er spricht von der „niedrigsten Quote seit Bestehen des Landkreises“.

Verteilt auf die regionalen Geschäftsstellen der Arbeitsagentur ergibt sich für Guben, Forst und Spremberg ein differenziertes Bild.

Guben: Von November auf Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen um 16 auf 1534 Personen gestiegen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 11,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 13,1 Prozent.

Forst: Deutlicher angestiegen ist die Zahl der Arbeitslosen in Forst. Dort wurden im Dezember 1994 Personen von der Arbeitsagentur erfasst, 132 mehr als im Vormonat. In Prozent entspricht dies einem Anstieg von 12,5 auf 13,4 Prozent. Auch das liegt allerdings unter der Quote des Vorjahres, wo im Dezember 2010 14 Prozent registriert wurden. 409 Personen haben sich im Dezember in Forst arbeitslos gemeldet, 275 konnten aus der Statistik gelöscht werden.

Spremberg: Die Arbeitslosigkeit ist von November auf Dezember um 34 auf 1780 Personen leicht gestiegen. Das waren 343 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug damit im Dezember 10,4 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es in Spremberg noch 12,3 Prozent.

Weniger Unterbeschäftigte

„Ein Indikator für die gute Entwicklung des Arbeitsmarktes im Landkreis ist die gesunkene Unterbeschäftigung“, erklärt Hermann Kostrewa. Im Rahmen der Unterbeschäftigung werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer an Trainingsmaßnahmen, Arbeitsgelegenheiten, beruflicher Weiterbildung, vorruhestandsähnliche Regelungen und Arbeitsunfähigkeit erfasst. „Die Zahl der von Unterbeschäftigung betroffenen Menschen liegt im Dezember mit 8551 deutlich unter dem Vorjahreswert von 9946. Die Unterbeschäftigungsquote lag im Dezember bei 12,5 Prozent“, so Kostrewa.