ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:42 Uhr

Startschuss für die nächste Wahl

Kurt Blume vom Sportverein Asahi (rechts) gratuliert dem Bürgermeister Klaus-Peter Schulze zur erfolgreichen Bundestagswahl.
Kurt Blume vom Sportverein Asahi (rechts) gratuliert dem Bürgermeister Klaus-Peter Schulze zur erfolgreichen Bundestagswahl. FOTO: M. Arlt/mat1
Spremberg. Nach der Wahl ist vor der Wahl. Mit dem Einzug des Spremberger Bürgermeisters Klaus-Peter Schulze (CDU) bleibt die Frage: Wie geht es jetzt im Rathaus weiter? Nicole Nocon und René Wappler

Egal, wer ihn in den vergangenen Monaten zu einer Antwort drängte: Der Spremberger Bürgermeister ließ sich kein Wort zu einem möglichen Nachfolger im Rathaus entlocken. Erst mal stimmen die Bürger ab, dann sehen wir weiter - so lautete sein Motto.

Und nun, nach der Wahl, wird die Frage nach dem nächsten Bürgermeister die politischen Gespräche in Spremberg beherrschen. Auch wenn Klaus-Peter Schulze zunächst sein Amt weiter wahrnimmt, wie auch Rathaus-Pressesprecher Alexander Adam bestätigt: "Das Tagesgeschäft verläuft in den kommenden Wochen ähnlich wie bisher - mit dem bisherigen Bürgermeister an der Spitze."

Allerdings nur bis zur konstituierenden Sitzung des Bundestages, die spätestens am 22. Oktober stattfinden wird. Kurz vorher will Klaus-Peter Schulze seine Koffer packen, um dauerhaft ein Büro in Berlin zu beziehen. Dann dürfte auch der Startschuss für den nächsten Wahlkampf in Spremberg fallen. Denn ab der konstituierenden Sitzung haben die Fraktionen der Stadt vier Monate Zeit, um ihre Kandidaten für das Amt des nächsten Bürgermeisters ins Rennen zu schicken - wenn sie sich nicht auf einen gemeinsamen Favoriten einigen.

Bürgermeister Klaus-Peter Schulze sagt: "Es gibt durchaus geeignete Kandidaten, über die wir in den nächsten Tagen beraten werden." Zugleich stellt er klar: Nicht seine Präferenz sei bei dieser Personalfrage entscheidend, sondern das Votum der Bürger.

Der Spremberger Fraktionschef von SPD, FDP und ProGeorgenberg/Slamen, Andreas Lemke, will momentan ebenfalls noch nicht mit möglichen Namen vorpreschen. "Dieses Thema wird spätestens bei unserer nächsten Vorstandssitzung eine Rolle spielen", sagt er.

Zum Jahreswechsel wird der bisherige Fachbereichsleiter für Ordnung und Sicherheit, Frank Kulik, das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters von Christina Schönherr übernehmen, die dann in die Altersteilzeit geht. Es wäre sogar möglich, dass Frank Kulik als Kandidat für die Nachfolge von Klaus-Peter Schulze in Frage kommt: Dieser hebt ausdrücklich die Arbeit des Fachbereichsleiters hervor. Auch in den politischen Fraktionen der Stadt Spremberg genießt Frank Kulik einen guten Ruf - und zwar parteienübergreifend.

Zum Thema:
In den Kommunen des Landes Brandenburg wird der Bürgermeister direkt von den wahlberechtigten Einwohnern bestimnmt. Ein hauptamtlicher Bürgermeister übt sein Amt für die Dauer von acht Jahren aus.Nach Angaben der Landeszentrale für politische Bildung kann er innerhalb dieser acht Jahre auch wieder von der Bevölkerung abgewählt werden. In Cottbus ereilte dieses Schicksal im Jahr 2006 die Oberbürgermeisterin Karin Rätzel.