An die Wohnungen in der Straße der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft (DSF) in Welzow erinnert fast nichts mehr. Im Rahmen des Programms „Stadtumbau Ost“ ist ein Wohnblock abgerissen worden – „ohne viel Staub aufzuwirbeln“, wie Mieter aus den Wohnungen gegenüber loben. Inzwischen ist der Bauschutt abtransportiert, die Baugrube verfüllt. „Damit sind die Arbeiten wohl bis zum 27. März 2020 geschafft – eine Woche früher als geplant“, sagt Roger Preußmann, Geschäftsführer der Spremberger Gesellschaft für Wohnungsbau mbH (Gewoba). Rasen soll jetzt wachsen und damit die Fläche erste einmal begrünt werden. Aber ob dort noch mehr geplant ist, kann Preußmann noch nicht sagen. „Eine mögliche Nachnutzung der Fläche wird nur in Abstimmung mit der Stadt Welzow erfolgen“, sagt Preußmann.

Leerstand beschäftigt den Welzower Vermieter

Seit Jahren versucht die Gewoba den Leerstand in Welzow zu bekämpfen. Die Gesellschaft hatte deshalb die Stadt gebeten, Fördermittel im Rahmen des Stadtumbaus zu beantragen. Ende 2018 waren die Wohngebiete „Am Bahnhof“ und „Am Jahnplatz“ in die Stadtumbaukulisse aufgenommen worden. Nach der „strategischen Zielplanung“ der Gewoba gehörten sie zu den Quartieren, in denen die wirtschaftlichen Defizite so groß sind, dass sie einen Rückbau gegenüber dem Fördermittelgeber begründen. Die Bewohner der verbliebenen Wohnblöcke, die zum Teil aufgrund von Rückbau schon umziehen mussten, hoffen, dass das Umfeld weiter schön gestaltet wird. Bereits 2011 und 2012 waren Wohnblöcke in der Berliner Straße, im Sportlerweg und in der Straße der DSF gefallen. Die Frage, wie hoch der Leerstand im Gewoba-Bestand in Welzow nun ist, ließ Preußmann unbeantwortet.