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Stadtpark soll Obelisk zurückbekommen

Die Postkarte aus dem Jahr 1908 zeigt den Stadtpark-Ausblick mit Obelisk.
Die Postkarte aus dem Jahr 1908 zeigt den Stadtpark-Ausblick mit Obelisk. FOTO: Quelle Stadtverwaltung
Spremberg. Der Ausblick am Westende des Spremberger Stadtparks soll wieder so aussehen wie 1872. Der Georgenbergverein plant die Sanierung und Umgestaltung und hat dafür von der Mehrheit der Hauptausschussmitglieder grünes Licht bekommen. Annett Igel-Allzeit

Auch der Obelisk, der dort bis 1946 an die gefallenen Spremberger während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 erinnerte, soll wieder aufgestellt werden. Während der Verein die organisatorische und finanzielle Verantwortung übernehmen soll, wurde die Verwaltung beauftragt, den Verein bei den Genehmigungsverfahren zu unterstützen. Das will die Stadt durchaus tun.

Allerdings befürchtet Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos), dass auch dieses Vorhaben die untere Denkmalbehörde an eine Auflage knüpft. "Wir haben am 17. Januar eine Antwort von der unteren Denkmalbehörde des Landkreises zur Georgenkapelle bekommen. Es wird ein gartenpflegerisches Gesamtkonzept für den Stadtpark nötig für den Wiederaufbau der Kapelle. Ich denke, genau diese Antwort werden wir auch zum Ausblick bekommen", sagt Christine Herntier. Aber nach den bisher vergeblichen, trotzdem fundierten Bewerbungen Sprembergs zu Landesgartenschauen dürfte es kein großes Problem für die Verwaltung sein, ein Gesamtkonzept für den Park mit all seinen Anziehungspunkten auf den Tisch zu legen, befand der Hauptausschuss.

Dirk Süßmilch (SPD) regte an, neben der Finanzierung des Vorhabens am Ausblick mit dem Verein auch noch über Folgekosten zu sprechen.

Grundsätzlich ist die Stadtverwaltung aber froh, wenn der Verein die Sanierung erst einmal umsetzt. Der Ausblick am Ende des Stadtparks sei aktuell in einem wenig ansehnlichen Zustand. Die Umfassungsmauer aus Sandstein ist beschädigt und brüchig. Und die Schäden im Fundament zeigten, so der Hauptausschussvorsitzende Andreas Bränzel (CDU), dass sie nur noch von der Ringankerung gehalten werden. Die lose aufgelegten Betonplatten seien uneben. Die gesamte Anlage sei eine Unfallquelle und müsste ohnehin dringend bearbeitet werden.

Im Sommer 2016 waren bei einer Georadar-Untersuchung nicht nur das Fundament, sondern auch die vier, 1946 hier vergrabenen Teilstücke des Obelisken entdeckt worden.