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Stadtbrigade beseitigt Abfall-Berg an der Hammerlache

Überquellende Mülleimer und Scherben: So sah es an der Hammerlache aus.
Überquellende Mülleimer und Scherben: So sah es an der Hammerlache aus. FOTO: René Wappler
Spremberg. Vorerst verschwunden sind die Müllberge an der Spremberger Hammerlache. Darüber freut sich Bernhard Fischer, der dort regelmäßig spazieren geht und noch vor einer Woche seinen Ärger wegen überquellender Papierkörbe und demolierter Bänke äußerte. René Wappler

Allerdings hofft er auch, dass sich nicht schon bald wieder die Spuren von Randalierern am Fußweg in der Nachbarschaft des Anglerheims zeigen. So sagt Bernhard Fischer: "Ich finde es ja prima, dass die Rathaus-Angestellten auf die Beschwerden reagiert und den Müll entfernt haben - damit hätte ich nicht gerechnet."

Dazu erklärt der Pressesprecher des Spremberger Rathauses, Alexander Adam: "Die Mitarbeiter der Stadtbrigade leeren die Müllbehälter ohnehin alle 14 Tage." So sei die Hammerlache wie andere Orte in der Stadt fest im Plan verankert.

Unterdessen kritisiert Eberhard Brünsch vom Vorstand des Kreisanglerverbandes: "Ich glaube, zu 90 Prozent sind es ältere Herrschaften, die ihren Abfall einfach bei uns an der Hammerlache entsorgen." Diesen Leuten sei es offenbar egal, "dass dies kein schöner Anblick für die Menschen in unserer Stadt ist". Deshalb sehen sich die Angler immer wieder gezwungen, selbst das Gebiet zu säubern und ähnliche Einsätze in anderen Uferregionen der Spree vorzunehmen. Dies passierte auch Ende März, kurz vor der Einweihung des sanierten Anglerheims. Dabei warnt der Eigenbetrieb für Abfallwirtschaft des Landkreises: Illegales Abladen von Müll geht zu Lasten der Abfallgebühren. Oft komme es vor, dass die Besitzer sogar Fernseher, Kühlschränke und weitere technische Geräte demontieren, um das Edelmetall zu entnehmen und den Rest an der nächsten Ecke oder im Wald zu entsorgen.