Aber, wenn er mit seinen Ideen auch vorprescht, letztlich kommt dabei manch Gutes und Originelles heraus: ein Dreierset Souvenir-Likörfläschchen zum Beispiel oder der Kalender mit Abbildungen aus allen drei Orten, der bereits bei der Druckerei Greschow liegt.
Nur mit seiner Idee von einer Plastik, die zur Jubiläumsfeier enthüllt werden sollte, ist Schneider bislang im Regen stehen gelassen worden. „Welprone - die Pflanze der guten Nachbarschaft“ soll sie heißen. Drei stilisierte aufstrebende Grashalme aus Edelstahl - vier Meter hoch - sollen dabei die Orte Neupetershain, Proschim und Welzow symbolisieren. Passende Standorte könnten der Stadtpark oder der Sportplatz des WSV Borussia 09 sein. Und das Beste daran: Es gibt drei Welzower Bürger, die alle Kosten für die Plastik und deren Aufstellung übernehmen würden. Als Geschenk an die Stadt.
Aber die scheint es nicht zu wollen. Während der Beratung des Festkomitees in dieser Woche machte Joachim Schneider seinem Ärger über die Ignoranz der Verwaltung Luft: „Im Januar gab es ein Anschreiben an den Bürgermeister, sogar mit Zeichnungen und detaillierten Unterlagen. Bis heute haben wir nicht einmal eine Antwort, einen Prüfungs- oder Zwischenbescheid bekommen.“
In seinem Ärger hat Schneider jetzt in einem weiteren Schreiben das Angebot wieder zurück gezogen. Tatsächlich hofft er aber noch immer auf eine Reaktion aus der Verwaltung, eine Stellungnahme, selbst wenn es eine begründete Ablehnung des Projektes wäre.
Bürgermeister Reiner Jestel erinnert sich durchaus an das schriftliche Angebot vom Januar. „Wir müssten jetzt allerdings erst einmal prüfen, wo der Vorgang hängen geblieben ist“ , erklärte er auf RUNDSCHAU-Nachfrage.