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Gespräch drehte sich um städtisches Geld
Staatssekretärin informiert sich über Schwimmhalle

Spremberg. Daniela Trochowski besuchte Spremberger Rathaus.

Über die geplante Investition in eine neue Schwimmhalle hat die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) am Donnerstag mit Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski beraten. Beide trafen sich im Spremberger Rathaus zum Gespräch. Auch der Landtagsabgeordnete Matthias Loehr (Die Linke) nahm daran teil. Nach den Worten der Staatssekretärin besteht eine Chance, den geplanten Bau der Schwimmhalle in die Investitionspakete des Landes Brandenburg aufzunehmen. Ohnehin berühre die Frage, wie Kommunen ihre Schwimmbäder finanzieren können, „immer einen wunden Punkt“, erklärte Daniela Trochowski. „Momentan müssen viele Orte prüfen, ob ein Neubau wirtschaftlicher ist als eine Sanierung.“

Bürgermeisterin Christine Herntier sprach zum Schluss des Treffens von einem „ehrlichen Austausch“. Die Staatssekretärin habe ihr gegenüber stets betont, dass sie noch nichts versprechen könne. Allerdings hätten beide Gesprächspartner gemeinsame Ansatzpunkte gefunden, nicht nur bei der Schwimmhalle, sondern auch bei der Kreisumlage. Als „permanenten Anstoß des Ärgernisses“ bezeichnete Daniela Trochowski die Umlage, die Kommunen an den jeweiligen Landkreis zahlen müssen. Die Staatssekretärin sagte: „Man ist beim Geld nie einhelliger Meinung, aber keine Seite darf am Ende den Eindruck haben, dass sie über den Tisch gezogen wurde.“ Sie wolle eine Anregung der Spremberger Kämmerin Cornelia Koch aufgreifen. Die Mitarbeiterin des Rathauses hatte vorgeschlagen, einen regelmäßigen Vergleich zwischen dem Plan und der tatsächlichen finanziellen Lage des Landkreises vorzunehmen. Dieser Vergleich könne dazu dienen, den Kommunen Geld zurückzuerstatten, das sie an ihn entrichtet haben. Auch der Landtagsabgeordnete Matthias Loehr, der bei der Landratswahl in Spree-Neiße antritt,  hält die Idee für sinnvoll. „Derzeit gibt es ja noch keine Möglichkeit, Geld auf diese Weise zurückzugeben“, sagte er beim Gespräch am Donnerstag.