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| 17:34 Uhr

Die Weihnachtszeit kann kommen
Zwei Tannen für Spremberg

Der Spremberger Weihnachtsbaum schwebt auf dem Markt ein.
Der Spremberger Weihnachtsbaum schwebt auf dem Markt ein. FOTO: Detlef Bogott
Spremberg. Familie Wonneberger und der Bergbaubetreiber Leag spendieren der Stadt Weihnachtsbäume. Von Detlef Bogott

Sprembergs Weihnachtsbäume kommen in diesem Jahr aus dem Tagebaugelände und aus  dem Ortsteil Türkendorf. Mit der aufgehenden Sonne hatten sich am Mittwochmorgen eine Gruppe des Spremberger Betriebshofes, Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Kran und Transport OHG vom Standort in Schleife sowie die Polizei auf den Weg zum Schacht 3 gemacht. Der Bergbaubetreiber Leag hat in diesem Jahr den Sprembergern genau die Tanne spendiert, die vor der ehemaligen Markscheiderei viele Jahre Schatten gespendet hatte. Gegen 9.30 Uhr erreichte die Tanne die Dresdener Straße. Nur für kurze Zeit musste die Wendeschleife gesperrt werden. Der Verkehr stadtauswärts über die Berliner Kreuzung konnte fließen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Betriebshof sowie der Kran- und Transportfirma klappte professionell.

Schnell ging es für alle weiter nach Türkendorf. Im Spremberger Ortsteil warteten Sigrid und Ulrich Wonneberger mit ihrer Edeltanne. „Unser Grundstück hat eine schöne, ruhige Lage in Türkendorf-Ausbau. Die Tanne hatte ich 1993 als Setzling von einem Freund geschenkt bekommen. Sie ist in den 25 Jahren gut gewachsen, aber sie steht zu dicht am Haus.“ Nach zwei Stürmen haben Wonnebergers aus Sicherheitsgründen entschieden, sich von der Edeltanne zu trennen. Sie setzten sich mit dem Ordnungsamt in Verbindung. „Wir sind sehr glücklich, dass die Wahl auf unsere Tanne fiel. So dient sie noch einem guten Zweck.“

Eric Schiffel vom Ordnungsamt sagte, dass am Ende doch 40 Bewerber zusammengekommen waren. „Wir haben uns alle Bäume angeschaut, sie fotografiert und entschieden, dass Wonnebergers Baum gut auf den Marktplatz passt.“ Bestimmte Kriterien muss die Weihnachtstanne erfüllen, so Eric Schiffel. Sie sollte vernünftig gewachsen sein, eine bestimmte Höhe vorweisen und im unteren Bereich nicht zu breit ausfallen.

Das freie Feld neben dem Grundstück erleichterte das Fällen. Über den Grundstückszaun wurde der Baum direkt auf den Auflieger gehoben. Ein Traktor zog in diesem Jahr erstmals den Auflieger. Ein Erinnerungsfoto bleibt Ulrich Wonneberger nun von seiner Tanne. „Sollte es im kommenden Jahr eng werden mit Sprembergs Weihnachtsbäumen, dann habe ich auf dem Grundstück eine zweite Tanne, die hoch gewachsen ist und für die Nebengebäude zur Gefahr wird“, ruft er.

Polizisten des Spremberger Polizeireviers sicherten mit zwei Einsatzfahrzeugen die Tour in Richtung Spremberg.  Die Mitarbeiter des Bauhofes zogen noch einmal die Handschuhe über und rangieren den am Kran hängenden Baum millimetergenau in das 1,60 Meter tiefe Loch auf dem Marktplatz. Dann verschwanden sie  zwischen den unteren Zweigen, um die Scheite am Stamm festzuklopfen. Eric Schiffel umrundete den Baum. Auch hier ging sein Daumen hoch. Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes spendierten den Männer eine Tasse heißen Kaffee. Zuletzt steuerte der Hubsteiger der Städtischen Werke Spremberg den Baum an. Ein Mitarbeiter entfernte vorsichtig das Kranseil. Dann wurde der Edeltanne die Lichterkette angelegt.

Zum ersten Lichterfest am Wochenende wollen sich Ulrich und Sigrid Wonneberger ihr Prachtstück auf dem Marktplatz ansehen.

Ulrich Wonneberger aus Türkendorf hat die Edeltanne spendiert.
Ulrich Wonneberger aus Türkendorf hat die Edeltanne spendiert. FOTO: Detlef Bogott