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Sprembergs neue Ansichtskarte

Übrigens. Dem Schreiben zur Eisenhydroxid-Belastung der Spree und den Auswirkungen auf die Stadt an Staatssekretär Jens Spahn Mitte August hat Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) auch eine Illustration beigelegt. Im Anhang des zweiseitigen Briefes steckten Schadensbilder. Annett Igel-Allzeit

Die Collage, die den rotbraunen Steg, Schaum im Spreewasser und den weiten, nachdenklich machenden Blick auf das Mühlenwehr zeigt, ist mit Stadtwappen oben in der Ecke so aufbereitet, dass sie glatt als neue Spremberger Ansichtskarte verkauft werden könnte. Immerhin: Viele Touristen hinterfragen die ungesunde Farbe der Spree. Ein paar erklärende Sätze auf der Rückseite fallen dem Rathaus und dem Nabu-Regionalverband hier sicher nicht schwer. Vielleicht könnte das Bundesministerium für Finanzen, wo Spahn Staatssekretär ist, die Druckkosten für die neue Ansichtskarte übernehmen. Der Erlös aus dem Verkauf in der Touristinformation dürfte den Sprembergern ein klein wenig bei der Schadensbeseitigung helfen.