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| 17:13 Uhr

Spremberg
Das „Waschbrett“ wird größer

Hans-Werner Dobberstein (r.) und Hartmut Höhna (2. v. r.)füllen die Schatulle zur Grundsteinlegung für die Erweiterung der Wäscherei an der Friedrichstraße mit Bauplänen, der Kalkulation und Euromünzen.
Hans-Werner Dobberstein (r.) und Hartmut Höhna (2. v. r.)füllen die Schatulle zur Grundsteinlegung für die Erweiterung der Wäscherei an der Friedrichstraße mit Bauplänen, der Kalkulation und Euromünzen. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Behindertenwerk will im neuen Bürogebäude auch eine Tagespflege anbieten.

20 Jahre nach der Eröffnung der Wäscherei „Waschbrett“ hat die BWS Behindertenwerk GmbH den Grundstein für die Erweiterung gelegt. Im März 2019 soll der vier Millionen Euro teure Bau abgeschlossen werden.

„Es wird Zeit, die Wäscherei technisch zu modernisieren“, sagt Geschäftsführer Hartmut Höhna. Mehr Wäsche soll künftig effektiver gereinigt werden können. Die Abwärme wird das neue Bürogebäude heizen. „Die Arbeitsbedingungen für unsere Beschäftigten sollen sich verbessern – die Sommer werden ja heißer“, so Höhna. 14 Beschäftigte mehr sollen in der Wäscherei arbeiten können. Im Bürohaus wird neben dem Ambulanten Pflegedienst eine Tagespflege, die dem BWS bisher fehlt, mit 24 Plätzen einziehen.  „Und wir wollen hier in der Stadtmitte einen Info-Punkt für all unsere Angebote einrichten“, sagt Höhna, „Produkte aus unseren Werkstätten könnten hier künftig auch verkauft werden.“  

Der Baukran dreht sich bereits seit Tagen an der Ecke Friedrichstraße/Kleine Karl-Marx-Straße. 2015 sei der Bauantrag gestellt, so Hans-Werner Dobberstein, der Vorstandsvorsitzende, und im August 2017 genehmigt worden. Dass der Bau erst jetzt beginnt, habe an der Großbaustelle Kreisverkehr Busbahnhof und ihrer Bauabnahme gelegen. Ein Antrag an die Stadt, mit dem Herrichten des Fuß- und Radweges an der Baustelle noch zu warten, fand kein Ohr. „Jetzt werden 14 000 Euro zweimal aufgewendet“, befürchtet Dobberstein. Denn dass der Kran und weitere Baufahrzeuge den neuen Fußweg beschädigen, sei kaum auszuschließen. Sprembergs Vize-Bürgermeister Frank Kulik nahm die Kritik an die Stadt und das Lob, das diesmal der Landkreis bekam, zur Kenntnis, begrüßte das Bauvorhaben mit einheimischen Unternehmen aber trotzdem sehr. Die geplante Klinkerfassade, so Höhna, drücke Beständigkeit aus.