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| 02:38 Uhr

Sprembergerinnen richten Blick nach Ägypten

Auch kulinarisch erfuhren die Teilnehmer des Weltgebetstages in Spremberg Neues. Die Besucher kosteten traditionelle ägyptische Speisen.
Auch kulinarisch erfuhren die Teilnehmer des Weltgebetstages in Spremberg Neues. Die Besucher kosteten traditionelle ägyptische Speisen. FOTO: Anja Guhlan/ang1
Spremberg. "Wasserströme in der Wüste" – das Motto des diesjährigen Weltgebetstages am vergangenen Freitag spiegelte sich während des Gottesdienstes in der Spremberger Auferstehungskirche in Liedern und biblischen Geschichten wider. Spremberger Christinnen haben gemeinsam den Gottesdienst, der in diesem Jahr von Ägypterinnen gestaltet wurde, erfolgreich umgesetzt. ang1

In Spremberg hat am Freitagabend nicht nur eine Kirchengemeinde die Ausrichtung des Weltgebetstages übernommen, sondern gleich alle Kirchengemeinden der Stadt. Die Gottesdienstordnung ist dabei vorgeben, fest strukturiert und in der ganzen Welt im Ablauf gleich. "Frauen aus allen sechs Kirchengemeinden haben sich freiwillig an der Ausrichtung beteiligt", erklärt Katechetin Veronika Hahmann (47) von der evangelischen Michaelsgemeinde, die an diesem Abend alle Fäden in der Hand hält. So freut sie sich sowohl über die Beteiligung der evangelischen Gemeinden wie der Freikirchlichen, der Landeskirchlichen, der Kreuzkirchen, der Auferstehungs- und der Michaelsgemeinde, als auch über die katholische Sankt-Benno-Gemeinde.

"Informiert beten und betend handeln", sei das Ziel des Weltgebetstages, so Veronika Hahmann. So haben geschätzte 30 Frauen in diversen Sprechrollen, aber auch mit einigen kleinen Schauspielrollen den Besuchern die ägyptische Glaubens- und Lebenswelt näher zu bringen versucht. "Jeder der Beteiligten ist heute ein kleiner Baustein, der diesen Gottesdienst aktiv gestaltet. Dieser Weltgebetstag lebt vom Mitmachen", meint Marie-Luise Obst von der Sankt-Benno-Gemeinde. Und Gabriele Lehmann von der Landeskirchlichen Gemeinschaft fügt hinzu: "Nur so kann echte Ökumene sein."

Das immer wiederkehrende Element in dem Gottesdienst ist schließlich das Wasser gewesen, das für Ägypten eine bedeutende Rolle spielt. So ist das Element Wasser symbolisch und auch ganz real zu verstehen: als geschenktes und gefährdetes Gut.

Im weiteren Ablauf des Gottesdienstes sangen alle gemeinsam auch Lieder - allesamt mit Inhalten und Bildern zum Thema Wasser - die von Klavierklängen des Kreiskantors Hermann Hulman umrahmt wurden. Des Weiteren sprach die Gemeinschaft viele Textpassagen im Kollektiv, was die Einheit und Verbundenheit zwischen Frauen in aller Welt verkörperte. Gerade diese Einheit und Verbundenheit wurden von vielen Akteurinnen als Grund für die Teilnahme genannt: "Es ist das Gemeinschaftsgefühl, was mich teilnehmen lässt", sagt Sabine Anspach (47) aus der Michaelsgemeinde. "Auch der Gedanke, dass dieser Gottesdienst gerade überall auf der Welt stattfindet, ist faszinierend und spannend zugleich", meint Claudia Urban (39) von der Kreuzkirchengemeinde. Viele der Anwesenden wollen den Weltgebetstag nochmals in kleineren Kreisen thematisieren: So will auch die 79-jährige Waltraud Handrick die Informationen und die Gebete in ihren Seniorenkreis, in dem sie mitwirkt, weitertragen.

Nach einem gemeinsamen Abschluss-Gebet für die Frauen in aller Welt und dem Einsammeln der Kollekte kamen alle anwesenden Frauen nochmals bei einem kleinen Imbiss mit traditionell ägyptischer Küche zusammen, der unter anderem von Christine Kelbach (65) von der Auferstehungsgemeinde zubereitet worden war. Bei gefüllten Blätterteigtaschen, gebratenen Auberginen und ägyptischem Fladenbrot war nochmals Gelegenheit zum Austausch.