ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 08:02 Uhr

Spremberger Weihnachtsmarkt
Premiere auf der Kunstbahn

Der Spremberger Weihnachtsmarkt mit seiner neuen Kunsteisfläche, die aus gehärtetem Kunststoff besteht.
Der Spremberger Weihnachtsmarkt mit seiner neuen Kunsteisfläche, die aus gehärtetem Kunststoff besteht. FOTO: Arlt Martina
Der Spremberger Weihnachtsmarkt lockte am Wochenende viele Besucher an. Von Martina Arlt

An jedem Adventswochenende laden die Spremberger jährlich zu ihren traditionellen Lichterfesten in die Innenstadt ein. Doch am dritten Dezemberwochenende findet seit Jahren der große Weihnachtsmarkt statt. Dann locken die Gewerbetreibenden und Händler mit attraktiven Geschenken, Aktionen und Rabatten. Besonders die Glühweinnacht am Samstag ist ein Anziehungspunkt in der Vorweihnachtszeit. Vor allem bei Einbruch der Dunkelheit füllt sich im Lichterglanz die Innenstadt.

In diesem Jahr hatte die Stadt erstmals ein besonderes Highlight zu bieten, eine Kunsteisbahn auf dem Spremberger Marktplatz. Der Aufbau der 300 Quadratmeter großen Eisbahn, die aus gehärtetem Kunststoff besteht sowie Wachs und Öle enthält, konnte durch die großzügige Unterstützung der Volksbank Spree-Neiße vorgenommen werden.

Während sich besonders die Kinder am Tage auf der Bahn tummelten, versuchten sich am Abend im Rahmen eines Wettkampfes mehr als zehn Mannschaften beim Eisstockschießen. Dazu lud der Citywerbering alle Unternehmen und Firmen ein.

Pascal Szameitat vom Veranstaltungsservice reiste aus der Region Münster nach Spremberg an und hatte die Eisfläche „voll im Griff“. „Schon am Freitag haben Kinder aus Horteinrichtungen, Kitas und Schulen die Eisfläche genutzt“, erzählt Pascal (21). So eine Kunststoffbahn sei auf den Märkten schon eine Attraktion für Kinder und Erwachsene. „Doch die Schlittschuh für unsere Eisbahn haben einen anderen Schliff, die sind gerader und ovaler geschliffen. Man kann sich die Schlittschuh bei uns ausleihen, das tun auch viele“, berichtet Pascal Szameitat.

Auch der Spremberger Gerhard Pflug (69) schaute sich die Eisbahn genauer an: „Das ist schon eine tolle Sache für den Weihnachtsmarkt und ein großer Anziehungspunkt für die Gäste. Doch meine Schlittschuh von zu Hause haben einen Hohlschliff, und das ist für dieses Eis nicht geeignet.“ Josef Kowatsch (39) aus Haidemühl probierte mit Noah (7) das Eis aus: „Es ist ganz schön rutschig. Man muss eben den richtigen Schliff an den Schlittschuhen haben, dann geht es gut. Für die Kinder gibt es zur Hilfe auch die Plastik-Eisbären, um sich auf dem Eis zu halten“, sagt der Haidemühler. „Früher waren wir gern in Cottbus auf der Eisbahn laufen, aber die gibt es schon lange nicht mehr. Wollen wir hoffen, dass man vielleicht auch künftig in Spremberg zum Weihnachtsmarkt Eislaufen kann. Das ist eine sehr schöne Idee“, lobte Josef Kowatsch die Premiere.

Thomas (31) und Maria Soyka (30) aus Spremberg bummelten ganz in Familie über den Markt. „Unsere sechsjährige Tochter Heidi möchte sich beim Eislaufen gern einmal ausprobieren. Es lohnt sich schon, durch die schöne Innenstadt bei schönstem Lichterglanz zu gehen. Auf jeden Fall werden wir auch später noch die Keramikwerkstatt von meiner Mutti Ramona in der Burgstraße besuchen, das liegt gleich im Zentrum der Stadt“, so Maria Soyka.

Marina Urbanz hatte auch in diesem Jahr ihre Alpakas namens Boreas, Hotspot und Puck dabei. Unterstützt wurde sie dabei von Tochter Anna. „Es ist wohl das niedliche Gesicht der Alpakas, das die Besucher immer wieder anzieht. Man bekommt richtig gute Laune. Heute haben wir drei Jungs mit“, erzählt Anna Urbanz. „Im Angebot für die Weihnachtsmarktbesucher haben wir auch Getränke wie unsere heiße Alpaka-Spucke zum Aufwärmen, die meine Mutti mit einer selbst kreierten Gewürzmischung herstellt, oder auch Holunder-Glühwein aus eigener Ernte.“

Viele musikalische Klänge waren in der Innenstadt und auf der Bühne am Markt zu erleben. Auch der Weihnachtsmann mit Gefolge wurde von den Kindern sehnsüchtig erwartet. Das traditionelle Turmblasen bildete den Abschluss des dreitägigen Weihnachtsmarktes in Spremberg.