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Spremberger Verein will Gerüst der Stadtpark-Kapelle rekonstruieren

Frank Meisel vom Verein Laga Spremberg setzt große Hoffnungen in das Kapellenprojekt auf dem Georgenberg.
Frank Meisel vom Verein Laga Spremberg setzt große Hoffnungen in das Kapellenprojekt auf dem Georgenberg. FOTO: René Wappler
Spremberg. Mit einem ehrgeizigen Plan tragen sich die Mitglieder des Vereins Laga Spremberg: Sie wollen das Gerüst der alten Kapelle auf dem Georgenberg rekonstruieren. Das hat der Vereinsvorsitzende Frank Meisel am Montagabend im Bürgerhaus bekannt gegeben. René Wappler

Als Vorbild dient ihnen die Klosterstätte im ostfriesischen Ort Ihlow. Dort bilden Stahl und Holz die Pfeiler, das Gewölbe sowie den Dachreiter des einst größten Gotteshauses zwischen Bremen und Groningen nach, wie der Ihlower Klosterverein mitteilt. Das Ausmaß dieses Bauwerks umfasst demnach fast 68 Meter Länge und im Querhaus rund 35 Meter Breite.

Frank Meisel vom Spremberger Verein erläutert: "Wenn der Denkmalschutz mitmacht, gibt es eine ähnliche Chance für die Kapelle auf dem Georgenberg." Allerdings müsste der Fördermittelantrag dafür noch im Oktober gestellt werden. "Es wäre schön, wenn sich dieses Skelett der Kapelle eines Tages wieder an seinem alten Standort befände", sagt Frank Meisel. Er geht von drei bis vier Jahren Bauzeit aus, bei Gesamtkosten von 200 000 Euro, von denen die Hälfte aus Fördermitteln stammen könnte. Weitere 50 Prozent würde der Verein akquirieren, wie er erläutert. "Das Projekt kostet die Stadt Spremberg also kein Geld."

Zwar wendet der SPD-Stadtverordnete Klaus Grüneberg ein, dass es sich ja bei den Fördermitteln um Steuergeld handelt - und damit eben indirekt doch um Geld der Bürger.

Doch andere Kommunalpolitiker begrüßen die Idee des Spremberger Vereins. Jens-Uwe Winkler von den Vereinten Wählergruppen sagt: "Jeder, der den Stadtpark kennt, weiß, dass man da was machen muss." Auch Peter Reininger von der CDU-Fraktion freut sich über die Initiative: "Wir sollten froh sein, dass es einen Verein gibt, der sich um solche Projekte kümmert." Auch das Lapidarium und der Sängerblick seien unter der Regie von Laga Spremberg zum Erfolg geworden.