Zwei Tage nach dem Zugunglück im oberbayerischen Bad Aibling ist auch das zehnte Todesopfer identifiziert worden. Es handelt sich um einen 38-jährigen Mann aus dem brandenburgischen Spremberg (Landkreis Spree-Neiße), teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier äußerte sich betroffen über den Tod des Sprembergers. Sie habe mit der Familie noch keinen Kontakt gehabt, äußerte ihr Mitgefühl und Beileid zum Verlust. Wenn es die Situation erlaube, wolle sie dies auch persönlich tun und sehen, wie man helfen könne.

Eine Sprembergerin hat über Facebook am Dienstagabend eine spontane Spendenaktion gestartet, deren Ergebnis, nach ihren eigenen Angaben im Internet, der Freundin und Tochter des 38-Jährigen zugute kommen soll.

Sie aktualisierte zudem die Zahl der Verletzten: Demnach gebe es nach neuestem Stand 21 Schwerverletzte und 62 Leichtverletzte. „Der Gesundheitszustand einiger Schwerverletzter ist nach wie vor ernst“, hieß es. Bei den weiteren neun Todesopfern des Zusammenstoßes zweier Pendler-Züge am Dienstagmorgen handelte es sich um Männer aus der Region im Alter von 24 bis 60 Jahren.