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| 16:47 Uhr

Lokalpolitik
Union will Akteure zusammenbringen

Andreas Bränzel, Klaus-Peter Schulze und Raik Nowka (v.l.) begrüßen die zahlreichen Gäste zum diesjährigen Sommerfest.
Andreas Bränzel, Klaus-Peter Schulze und Raik Nowka (v.l.) begrüßen die zahlreichen Gäste zum diesjährigen Sommerfest. FOTO: Anja Guhlan
Spremberg. CDU empfängt zum Sommerfest zahlreiche politische Gäste. Neben dem Unionsstreit ist der Strukturwandel Thema.

 Mit Kind und Kegel hat der CDU-Stadtverband am vergangenen Freitagabend zu einem Sommerfest eingeladen. Gekommen sind rund 60 Gäste. Es sollte ein gemütliches und aufgelockertes Fest sein, ein Fest auch, das Akteure zusammenbringt, und doch schwebt zunächst der Unionsstreit über ihnen. Kurz äußern sich CDU-Mitgliedern zu dem in der vergangenen Woche aufgekommen Streit der CDU und CSU über die Asylpolitik. „Aus kommunalpolitischer Sicht ist der Umgang wie man derzeit in Berlin miteinander umgeht nicht mehr nachvollziehbar. Hier verspielt man in wenigen Tagen viel Vertrauen“, meint  Andreas Bränzel als CDU-Stadtverbandsvorsitzender. Auch Raik Nowka als CDU-Landtagsabgeordneter empfindet es als „eher unglücklich“, wie CDU und CSU gegeneinander arbeiten. „Wie viele Mitglieder bin ich eher bei der CSU“, meint er. Über die  Umsetzung kann er nur den Kopf schütteln. „Ich hoffe, dass das nicht so weitergeht und dass man sich am Ende in der Koalition noch in die Augen sehen kann.“ Klaus-Peter Schulze als CDU-Bundestagsabgeordneter prophezeit: „Wenn es am Wochenende zu keiner Einigung kommt, könnte es nächste Woche personelle Veränderungen geben.“ Die Fronten seien stark verhärtet. „Ich hoffe natürlich, dass man einen Konsens innerhalb der Union findet“, so Schulze.

Doch das wichtigste Thema innerhalb der Spremberger CDU ist immer noch  der Strukturwandel. Deshalb hat sich die Spremberger CDU auch dazu entschlossen, viele Bürgermeister aus den umliegenden Städten und Gemeinden mit einzuladen. Auch der neue Lausitzbeauftragte des Landes Brandenburg Klaus Freytag wurde auf dem Sommerfest willkommen geheißen. „Die Lausitz muss bei diesem Thema mit einer gemeinsamen Stimme auftreten, deshalb wollen wir auch zum Sommerfest verschiedene Akteure zusammenbringen“, so Andreas Bränzel. So wurde an diesem Abend viel über die Lausitz, den Strukturwandel und über Standpunkte geredet. Am Ende habe man Zuversicht, denn wichtig sei es miteinander zu reden, damit Veränderungen auch umgesetzt werden können.