| 17:16 Uhr

Spremberger strampelt glücklich durchs Ötztal

"Mega happy" fühlt sich der Spremberger Sören Lehmann nach seinem Marathon in Tirol. Er hatte sich professionell auf das Rennen mit seinem Team vorbereitet. Archivfoto
"Mega happy" fühlt sich der Spremberger Sören Lehmann nach seinem Marathon in Tirol. Er hatte sich professionell auf das Rennen mit seinem Team vorbereitet. Archivfoto FOTO: Henning Angerer/Alpecin Cycling
Spremberg/Ötztal. Fünf Monate Training unter professioneller Anleitung haben sich für den jungen Spremberger Sören Lehmann gelohnt: Im Ötztaler Radmarathon in der Wertung Männer/Allgemeine Klasse konnte sich der 27-Jährige am Sonntag den 247. Rang sichern. Annett Igel-Allzeit

Eine tolle Leistung bei 670 Startern in der Wertungsgruppe und insgesamt 4331 Hobbysportlern und Amateuren aus 40 Nationen. In neun Stunden und sechs Minuten schaffte Sören Lehmann die 238 Kilometer und überwand dabei 5500 Höhenmeter. Begonnen hatte das Rennen am Sonntagmorgen um 6.45 Uhr. "Ich bin mega happy mit dem Ötztaler und meiner Leistung", so der Spremberger, der sich Montag zum ersten Mal in seiner Heimatstadt meldete. "Ich war ohne Erwartungen ins Rennen gegangen, aber ich hatte richtig Bock, ein geiles Rennen hinzulegen", schreibt er in seiner Mail. "Dank der vorgegebenen Wattwerte vom Trainer bin ich sehr gut durchgekommen", erklärt er den Erfolg. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit hatte laut Veranstalter bei 26 Kilometer pro Stunde gelegen.

Der Spremberger war Mitstreiter im Alpecin-Team, das mit seinem Besten in der Allgemeinen Klasse - Philipp Schäddel aus Ettlingen (7:15 Stunden) - sogar einen 13. Rang einfahren konnte.

Der Ötztaler Radmarathon, der zum 37. Mal stattfand, gilt unter Amateuren wie Profis, die bereits am 25. August ihre eigene Wertung hatten, als eines der schwersten Eintagesrennen. Die Besten am Sonntag - die Italiener Stefano Cecchini und Enrico Zen sowie der deutsche Radsportler Robert Petzold - blieben unter sieben Stunden.

Die Ötztaler Strecke geht über den Kühtai und den Brenner Pass - bis dahin soll für die Fahrer am Sonntag auch die Sonne geschienen haben. Hin zum Jaufenpass kamen dann die dunklen Wolken. Aber auf dem letzten Stück nach St. Leonhard zum Timmelsjoch, das allein 2509 Meter hoch ist, regnete es nur wenig, sodass Sören Lehmann und all die anderen Radsportler auf relativ trockenen Straßen gut vorankamen.