"Allerdings bei einem Liefervertrag, der bis ins Jahr 2022 reicht."

Ein Cottbuser Ingenieurbüro hat nach Angaben des Aufsichtsrats bereits untersucht, ob sich langfristig der Betrieb eines eigenen Blockheizkraftwerks für die Städtischen Werke lohnen würde. "Dafür wäre zwar eine Investition in Millionenhöhe nötig, die sich jedoch grundsätzlich durch die Städtischen Werke stemmen ließe", sagt Andreas Bränzel. Er gehe allerdings davon aus, dass der Vertrag mit dem Kraftwerk in Schwarze Pumpe über das Jahr 2022 hinaus bestehen bleibt. Daran werde vermutlich auch der Wechsel des Braunkohlegeschäfts von Vattenfall zum tschechischen Energiekonzern EPH nichts ändern.

Der Jahresabschluss der Städtischen Werke für das Jahr 2015 wird voraussichtlich Ende August vorliegen. Wie Geschäftsführer Harald Geisler mitteilt, ist mit einem ähnlichen Ergebnis wie im Jahr 2014 zu rechnen: Ungefähr eine Million Euro floss in den kommunalen Haushalt der Stadt Spremberg, davon 750 000 Euro als Gewinnabführung und knapp 230 000 Euro als Gewerbesteuer.

Harald Geisler selbst hat am Montag dieser Woche seinen Abschied aus dem Unternehmen angekündigt, zu dem ihn nach eigenen Worten private Gründe bewegen. Sowohl der Aufsichtsrat als auch die Stadt Spremberg als Gesellschafter betonen: Der langjährige Geschäftsführer habe die Städtischen Werke gemeinsam mit den Angestellten in ein "modernes Dienstleitungsunternehmen" verwandelt.