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| 18:41 Uhr

Volksfeste
Spremberger Spree-Nixe auf letzter Amtsreise

 Im Rahmen ihrer Amtszeit hat Noch-Spreenixe Nicole Pietkiewicz allerhand Erfahrungen sammeln können. Doch bald wird die Hoheit entthront.
Im Rahmen ihrer Amtszeit hat Noch-Spreenixe Nicole Pietkiewicz allerhand Erfahrungen sammeln können. Doch bald wird die Hoheit entthront. FOTO: Jana Hauke
Spremberg. Die Krönung der 20. Spreenixe steht am großen Heimatfest-Wochenende in Spremberg an. Die amtierende Hoheit hat aber noch eine Premiere vor sich.  Von Marcel Laggai

Die letzten Tage der amtierenden Spreenixe sind bereits gezählt, doch zum Abschluss gibt es für Nicole Pietkiewicz noch eine kleine Premiere. „Ich werde nämlich zum ersten Mal, als Hoheit, auf dem Peitzer Fischerfest zu Gast sein und dort Spremberg vertreten“, freut sich die 25-Jährige schon riesig auf dieses Wochenende. Sonst hätten Heimatfest und Fischerfest stets parallel stattgefunden, weshalb eine majestätische Stippvisite in Peitz leider nie möglich gewesen sei, heißt es weiter. Nicht jedoch in diesem Jahr.

Der Besuch in Peitz und das Treffen mit der amtierenden Teichnixe Jenifer Fiebow wird indes die letzte Auswärtsveranstaltung der amtierenden Spreenixe sein. Denn im Rahmen des Spremberger Heimatfestes wird Nicole Pietkiewicz offiziell entthront. Gleichwohl wird am Sonntag, 11. August, die neue und somit 20. Spreenixe gekrönt. Ein feierlicher Akt, dem die Sprembergerin mit einem lachenden und einen weinenden Auge entgegenseht. „Natürlich blutet mir das Herz ein wenig, aber ich freue mich natürlich riesig für die neue Nixe“, gesteht Nicole Pietkiewicz offen und muss kurz innehalten.

Trotzdem blickt die 25-Jährige voller Stolz und fast schon etwas ehrfürchtig auf ihre Amtszeit zurück. „Ich durfte so viele Veranstaltungen besuchen und so viele tolle Leute kennenlernen. Eine Möglichkeit, die schließlich nicht jedem geboten wird.“ Dafür sei sie der Stadt zutiefst dankbar, fügt sie nahtlos hinzu. Dabei sind es nicht nur die Erinnerungen, die Nicole Pietkiewicz bleiben. „Das Amt hat auch meine Persönlichkeit geformt, hat mir Menschenkenntnis gelehrt und das wird mir zukünftig mit Sicherheit weiterhelfen“, ist sich die Sprembergerin sicher.

Doch all diese positiven Erfahrungen, haben auch eine Kehrseite. So blieb Nicole Pietkiewicz besonders in der sommerlichen Hauptsaison kaum Zeit für ihr Privatleben. Mitunter musste die Nixe gleich mehrere Termine an einem Wochenende wahrnehmen. Selbst unter der Woche, nach ihrer Arbeit in einer Bankfiliale, standen wichtige Termine an. „Sehr, sehr oft fehlte ich dafür auf Treffen oder Feiern meines Freundeskreises“, so die Sprembergerin. Allerdings hätten ihre Freunde stets hinter ihr gestanden und Verständnis für ihr zeitaufwendiges Amt aufgebracht, ergänzt sie lobend.

Ob der baldige Nixen-Ruhestand sich auch beruhigend auf ihr Privatleben auswirkt, verneint Nicole Pietkiewicz indes vehement. „Ich stehe gern unter ‚Strom’ und muss immer etwas unternehmen. Dass wird auch meine baldige Nixe-Rente nicht ändern.“ Allerdings würde sie den „Freizeit-Stress“ dann wieder mehr mit Freunden oder der Familie und nicht mehr so durchgetaktet ausleben, versichert sie und muss breit grinsen. Und was, wenn Pietkiewicz einmal die Wehmut packt? Dann wird schlichtweg die Erinnerungskiste rausgekramt. „Dort habe ich Erinnerungsstücke, Fotos und Geschenke drin, die ich in meiner Amtszeit gesammelt habe, und das hilft mir dann sicherlich über den möglichen Anflug von Wehmut hinweg.“

Aktuell ist die amtierende Spreenixe allerdings noch von Termin zu Termin unterwegs und kostets das hoheitliche Amt voll aus.