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| 16:45 Uhr

Projektgesellschaft als Mutter
Spreekino soll in eigene Gesellschaft übergehen

 Das Spremberger Spreekino soll aus der Projektgesellschaft Am Markt ausgegründet werden.
Das Spremberger Spreekino soll aus der Projektgesellschaft Am Markt ausgegründet werden. FOTO: LR / Marcel Laggai
Spremberg. Das Kerngeschäft beider Gesellschaften soll mit dem Schritt fokussiert werden. Doch der Name sorgte für Diskussion. Von Marcel Laggai

Am vergangenen Mittwoch ging es für die Spremberger Stadtverordnetenversammlung (SVV) in die letzte Sitzung der noch laufenden Legislaturperiode und so wunderte es nicht, dass die Stadtparlamentarier wieder bis in die Abendstunden tagten. Auf der langen Liste von Beschlussvorlagen stand auch die Zukunft des Spremberger Spreekinos.

Das Lichtspielhaus im City-Center soll künftig in eine eigenständige Gesellschaft übergehen. Aktuell ist das Kino Teil der Projektgesellschaft Am Markt, an der wiederum die Gesellschaft für Wohnungsbau (GeWoBa) Spremberg zu hundert Prozent beteiligt ist. Da das Kerngeschäft der Projektgesellschaft allerdings die Entwicklung, also Beplanung, Bebauung, Vermietung und gegebenenfalls auch die Vermarktung, von unbebautem und bebautem Grundbesitz ist, plädieren die Stadtvertreter für diesen Schritt.

Für Benny Stobinski, von der Wählergruppe „Die Nächste Generation“, ein längst überfälliger Entschluss. „Dann kann sich die Projektgesellschaft endlich um ihre eigentlichen Aufgaben kümmern.“ Denn aktuell müsse sie sich zusätzlich mit der Sparte Kinobetrieb beschäftigen, so der Fraktionsvorsitzende. Laut der Beschlussvorlage würde eine Trennung der Gesellschaften flexibler machen und den Fokus für die jeweiligen Geschäftsprozesse schärfen.

Ein Name wurde bereits vonseiten des Rathauses präsentiert. SpreeKino GmbH lautet der Vorschlag. Dies stößt allerdings bei einigen Stadtverordneten auf wenig Gegenliebe. „Der Name würde die künftigen Aufgaben ziemlich eingrenzen und nicht weit genug gehen“, so Dirk Süßmilch, Fraktionsvorsitzende der Spremberger SPD, der künftig gern mehrere kulturelle Ereignisse in der Dachmarke vereint sehen möchte. Die Gesellschaft könne sich dann auch um die Geschicke des Heimatfestes, der Freilichtbühne oder anderer Kulturveranstaltungen kümmern.

Die Diskussion hat abschließend ergeben, dass die genaue Bezeichnung erst einmal vom Tisch ist, aber die neue Gesellschaft kommen wird. Doch das Kerngeschäft der Kinobetrieb bleiben soll.

 Das Spremberger Spreekino soll aus der Projektgesellschaft Am Markt ausgegründet werden.
Das Spremberger Spreekino soll aus der Projektgesellschaft Am Markt ausgegründet werden. FOTO: LR / Marcel Laggai