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| 14:13 Uhr

Spremberger Projekte für Gesundheit
Selbsthilfe vertieft Kontakt nach Polen

Anne Wartenberg sprach mit Jakub Boryna vom deutsch-polnischen Zentrum für Bildung und Austausch über die Arbeit der Selbsthilfegruppen.
Anne Wartenberg sprach mit Jakub Boryna vom deutsch-polnischen Zentrum für Bildung und Austausch über die Arbeit der Selbsthilfegruppen. FOTO: Wappler / LR
Spremberg. Gäste aus Szprotawa besuchten in dieser Woche das Albert-Schweitzer-Familienwerk.

Gäste aus der polnischen Partnerstadt Szprotawa haben in dieser Woche das Albert-Schweitzer-Familienwerk (ASF) in Spremberg besucht. Zu ihnen zählte der stellvertretende Bürgermeister Pavel Chylak. Im Gebäude an der Gartenstraße stellte ASF-Mitarbeiterin Anne Wartenberg den Besuchern die Arbeit der Selbsthilfegruppen vor.

Demnach arbeiten derzeit 30 Gruppen in Spremberg und Umgebung. Die Kontaktstelle beim ASF will einen Stammtisch mit dem Titel „Junge Selbsthilfe Spremberg“ aufbauen. „Ich habe in den Gruppen junge Menschen angesprochen, die auch Interesse an dem Projekt zeigen“, sagt Anne Wartenberg. „Sie sollen als Personen im Vordergrund stehen, nicht jedoch ihr Krankheitsbild.“ Themen wie Ausbildung, das Gründen einer Familie oder der eigene Wohnsitz beschäftigten junge Leute stärker. Diesen Aspekt soll der Stammtisch untermauern.

Außerdem kündigt die Kontaktstelle weitere Hilfe beim Gründen neuer Gruppen an. Das Spektrum reicht von „Männer nach Krebs“ über „Alleinerziehende in Spremberg“ bis zu „Angehörige von Menschen mit Depressionen“ und „Chronische Schmerzen“. Auch das Beratungsangebot im Krankenhaus soll ausgebaut werden.

Mit den polnischen Gästen verabredeten die Mitglieder der Spremberger Selbsthilfegruppen am Mittwoch weitere Treffen. So ist eine Zusammenkunft in Szprotawa vorgesehen. Denn ein deutsch-polnisches Netzwerk von Selbsthilfegruppen soll Betroffenen aus Spremberg und der Partnerstadt Szprotawa dabei helfen, neue Kontakte zu knüpfen und ihre Erlebnisse auszutauschen. Darüber verständigten sich die Partner bereits im vergangenen November. Die Euroregion Spree-Neiße-Bober unterstützt das Projekt.