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| 21:18 Uhr

Über 50 Jahre im Dienst
Schwimmmeister „Ecki“ geht in Ruhestand

 „Ecki“ - Schwimmmeister Eckhard Eichler geht nach 51 Jahren Rettungsschwimmertätigkeit beziehungsweise als Schwimmmeister in den Ruhestand.
„Ecki“ - Schwimmmeister Eckhard Eichler geht nach 51 Jahren Rettungsschwimmertätigkeit beziehungsweise als Schwimmmeister in den Ruhestand. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Er hat viele Namen und für seinen Ruhestand hat „Ecki“ auch schon konkrete Pläne. Von Martina Arlt

Schwimmmeister Eckhard Eichler (65) hat es in diesen Tagen geschafft und geht in den wohlverdienten Ruhestand. Seit 51 Jahren war er als Rettungsschwimmer und später als Schwimmmeister tätig. Er kennt die Badeinrichtungen in Schwarze Pumpe, im Kochsagrund sowie in der Schwimmhalle wie seine Westentasche. Sein Haupteinsatzgebiet war in der langen Zeit auf jeden Fall das Schwimmbad in Schwarze Pumpe. Doch in der Vorbereitungsphase für eine neue Badesaison mischte Eckhard Eichler stets mit. Ein Zweischichtsystem war sein Arbeitsrhythmus. Sein Grundberuf ist Instandhaltungsmechaniker.

„Ecki“ war immer zur Stelle

War handwerkliches Geschick gefragt, war „Ecki“, wie er liebevoll genannt wird, stets zur Stelle. Doch auch auf Spitznamen wie „Blase“ oder „Mein Wölkchen“ hört der versierte Schwimmmeister. Auch Lars Mudra von der Feuerwehr hatte nur lobende Worte parat: „Ecki wurde 2018 als Ehrenmitglied der Feuerwehr ernannt. Er ist immer zur Stelle, wenn Not am Mann war. Er kam manchmal sogar in seinem Urlaub oder wenn er frei hatte, Ecki war immer hilfsbereit. Er war so das Bindeglied zwischen den Kameraden und den Wasserballern. So erlaubten wir uns in seiner letzten Schicht am 28. April 2019 mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und Werkfeuerwehr in der Schwimmhalle noch einen kleinen Gag. Es ertönte sogar eine Sirene mit Handbetrieb.“ Jochen Hoffmann spielte viele Jahre mit Ecki Wasserball und erinnert sich noch genau an seine Arbeitsjahre: „Als ich damals Ortsvorsteher war, wurden die Badmitarbeiter in Schwarze Pumpe auch in den Wintermonaten eingesetzt und leisteten gute Winterdienste, brachten technische Dinge in Ordnung“, so Jochen Hoffmann. Die aktive Wasserballerzeit war für Eckhard Eichler in den Jahren zwischen 1968 und 1992. Anfangs war er sogar Trainer und später Schiedsrichter bis heute. Die Wasserballer sind eine Abteilung des SC 1896 Spremberg.

Ecki arbeitete früher im Warmwasserbad in Trattendorf, später in Schwarze Pumpe. 1967 legte er seine Rettungsschwimmerprüfung ab und 1975 machte er seinen Schwimmmeister. Während seiner beruflichen Laufbahn lernte der Spremberger mehr als 1000 Kindern das Schwimmen.

Als Saisonkraft weiterhin einsetzbar

Zwischen 1978 und 1992 leitete Ecki die Fachkommission vom Wasserrettungsdienst für den Kreis Spremberg. Es geht nun eine berufliche Legende im Spremberger Bäderbereich zu Ende. Als Nachfolger gilt Robert Spexard. Doch Ecki versprach, als Saisonkraft bleibt er seinen Mitarbeitern vorerst erhalten.

Am Freitag lud er nun noch einmal zum Abschied seine Arbeitskollegen und Wegbegleiter im sportlichen Bereich ins Freibad ein. So schenkte der ehemalige Schwimmmeister Volker Lange einen sehr originalgetreuen Schwimmmeister aus Keramik, der in der Spremberger Allerhand-Werkstatt gefertigt wurde. Diese Figur war sogar mit einem Wasserball, einer Trillerpfeife und mit Badelatschen ausgerüstet. Es gab sogar Schwimmmeister in der Hornower Confiserie zu kaufen und so gab es Freitag noch etwas Süßes aus Schokolade für Ecki. Mitarbeiter Ulf Rühlemann hatte am Freitag eine Schokotorte zum Kochsagrund mitgebracht.

Wird bei Ecki in den nächsten Wochen etwas mehr Ruhe einkehren, fährt er ab und zu angeln und er möchte dem Wasserball verbunden bleiben.