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| 02:45 Uhr

Spremberger Rathaus bietet altes Auto erneut bei Versteigerung an

Die Mitarbeiter des Rathauses versteigern dieses Auto – nun bereits zum zweiten Mal.
Die Mitarbeiter des Rathauses versteigern dieses Auto – nun bereits zum zweiten Mal. FOTO: René Wappler
Spremberg. Bei der ersten Auktion fehlte es noch an potenziellen Bietern. Doch davon lassen sich die Mitarbeiter des Spremberger Rathauses nicht entmutigen: Sie laden erneut zur öffentlichen Versteigerung eines sichergestellten VW Polo ein, der sich keinem Besitzer zuordnen lässt. René Wappler

Das Auto schleppten sie aus der Innenstadt ab, und im Dezember wagten sie eine Premiere. Noch nie zuvor hatten sie eine derartige Versteigerung organisiert. Das Mindestgebot lag bei 200 Euro, die Interessenten konnten sich auf dem Hof der Stadtbrigade einfinden, und mit dem Erlös hätten die Rathaus-Mitarbeiter zumindest die Kosten für das Sicherstellen gedeckt.

Es gab nur einen Haken: Zum Termin der Versteigerung am 20. Dezember um 10 Uhr erschienen lediglich die Angestellten der Stadtverwaltung - aber kein einziger Bieter. Dabei hatten zuvor mehrere Leute im Rathaus angerufen und sich nach den technischen Details des Fahrzeugs erkundigt, wie Fachbereichsleiter Frank Kulik berichtet.

Doch einmal ist bekanntlich keinmal, und vielleicht hatten die potenziellen Käufer noch zu viele Dinge im Weihnachtsgeschäft zu erledigen, sodass ihnen der Termin bei der Stadtbrigade ungelegen kam. Also geht die Aktion in eine neue Runde: Die Stadt Spremberg versteigert den sichergestellten VW Polo am Dienstag, 31. Januar, um 14 Uhr auf dem Gelände des Betriebshofes, in der Drebkauer Straße 7a. Neben dem Auto erhält der erfolgreiche Bieter die Fahrzeugpapiere, den Schlüssel und den Bericht der Hauptuntersuchung. Die Rathaus-Mitarbeiter geben den VW Polo direkt nach dem Zuschlag gegen Bargeld heraus. Das Mindestangebot für das Fahrzeug bleibt auch zu diesem zweiten Termin bei einem Wert von 200 Euro. Falls es auf Interesse der Besucher stößt, geht die Versteigerung in Zehn-Euro-Schritten weiter.

Allerdings weist Sophia Koch vom zuständigen Sachgebiet darauf hin, dass der Verkauf unter Ausschluss jeglicher Ansprüche auf Gewährleistung oder Garantie erfolgt. Immerhin können Interessenten das Auto vor der Versteigerung auf dem Betriebshof besichtigen - und zwar ebenfalls am 31. Januar, eine Stunde vor der Aktion, ab 13 Uhr. Laut den Versteigerungsbedingungen liegt es "somit im eigenen Interesse der Bieter", das Fahrzeug zu prüfen.