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| 18:05 Uhr

Kaninchenzucht
Mit vier Langohren begann die heutige Leidenschaft

Der Spremberger Kaninchenzüchter Ronny Engelkind züchtet seit 18 Jahren Kaninchen. Seit Februar 2018 ist er Vorsitzender des Rassekaninchenzuchtvereins D214 Spremberg
Der Spremberger Kaninchenzüchter Ronny Engelkind züchtet seit 18 Jahren Kaninchen. Seit Februar 2018 ist er Vorsitzender des Rassekaninchenzuchtvereins D214 Spremberg FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Die Spremberger Kaninchenzüchter präsentieren zur Ausstellung am 13. und 14. Oktober Tiere in 32 Rassen. Ronny Engelkind ist Vorsitzender des Vereins. Von Martina Arlt

„Es wäre wünschenswert, wenn sich noch mehr junge Leute für dieses schöne Hobby der Kaninchenzucht interessieren würden“, sagt der Spremberger Züchter Ronny Engelkind. „Zu diesem Hobby kam ich im Jahr 2000 durch meinen Onkel Egon Brand. Die ersten Tiere bekam ich von ihm geschenkt. Mit vier Langohren hat es alles begonnen.“ Gemeinsam mit seinem Onkel trat er damals in den Rassekaninchenzuchtverein D214 in Spremberg ein. Leider verstarb der Onkel, aber Ronny Engelkind blieb der Kaninchenzucht treu und versorgt heute 50 Tiere. „Sogar meine Tochter Luisa trat mit sechs Jahren in unseren Verein ein“, sagt der 47-jährige Züchter. Heute ist sie 15 Jahre alt und konnte bereits 2012 Jugend-Europameister und 2013 den Deutschen Jugendmeister, für sich verbuchen. Luisa entschied sich für die Kaninchenrasse Zwergwidder blau/weiß und Papa Ronny züchtet Farbenzwerge weißgrannenfarbig blau. Und auch Ronny Engelkind war erfolgreich. Er wurde viermal Deutscher Meister, einmal Europameister, 16-mal Landesmeister und fünfmal Bundessieger.

Aber Kaninchenzucht ist Liebhabersache. „Durch eine kontinuierliche Auslese erreicht man in der Zucht gute Erfolge. Das gute Erbgut muss sozusagen weiter vermittelt werden. Dafür sollte man ein feines Händchen haben, um erfolgreich zu züchten“, erklärt Ronny Engelkind, der seine Langohren nicht missen möchte. Trotzdem bleiben Kaninchen Nutztiere und so kommt auch bei ihm immer wieder ein leckerer Kaninchenbraten auf den Tisch. „Das ist nichts Besonderes, das ist einfach ganz normal“, sagt Ronny Engelkind. Derzeit gehören die vier Jugendlichen Nick Paulsen (15), Luisa Engelkind (15), Gino Antonio Nowara (14) sowie Nora Leandra Nowara (10) zu den jüngsten Züchtern des Spremberger Vereins. „Über weitere Vereinsmitglieder würden wir uns sehr freuen“, so Engelkind.

„Es gibt sehr viele Kaninchenhalter. Ich persönlich würde mich freuen, wenn ich einige Halter zur Zucht begeistern könnte. So könnte mehr die Rassevielfalt gesichert werden. Der Jahresbeitrag in unserem Verein beträgt nur 16 Euro, das ist nicht viel“, sagt Ronny Engelkind. Als Konditor weiß er aber auch, dass Hobby und Beruf vereinbar sein müssen. „Zweimal am Tag werden die Tiere gefüttert. Sie bekommen Heu, Gerste, Möhren, getrocknete Brötchen, Pellets und natürlich täglich frisches Wasser“, sagt er. Aber seine Tochter, die schulisch sehr eingespannt ist, unterstützt ihn, wenn die Zeit knapp wird.

Seit Februar 2018 ist Ronny Engelkind Vorsitzender des Rassekaninchenzuchtvereins D214 Spremberg. Nach mehr als 25-jähriger Tätigkeit gab Bernd Jakob als Vereinsvorsitzender das Zepter in jüngere Hände. Nu ist es an Ronny Engelkind und den 18 Mitgliedern, die 26. Rassekaninchenschau in Spremberg vorzubereiten. Diesmal in neuen Gefilden, auf dem Reiterhof Wuttke in Spremberg/Pulsberg (Senftenberger Straße 70). Zu dieser Rassekaninchenschau werden 181 Tiere in 32 verschiedenen Rassen und Farbenschlägen von 26 Züchtern präsentiert. 17 Spremberger Züchter werden ihre Zuchterfolge zeigen, doch auch Aussteller aus Welzow, Hoyerswerda und Weißwasser bereichern die Schau.

Nun sind alle Kaninchenfreunde am 13. und 14. Oktober 2018 am Samstag von 14 bis 19 Uhr sowie am Sonntag von 9 bis 17 Uhr zur Schau eingeladen. „Wir freuen uns sehr, dass wir von Robin und Frank Wuttke die Halle für unsere Ausstellung zur Verfügung gestellt bekommen. Dieses Domizil eignet sich für unsere Schau sehr gut.“, sagt Ronny Engelkind, der im Verein als erfolgreichster Züchter gilt.