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| 16:45 Uhr

Das besondere Picknick im Herzen von Spremberg
Die Weiße Tafel wird wieder musikalisch

 Singer-Songwriter und Exil-Spremberger Benjamin Süßmilch mit dem Künstlernamen Sweetmilk ist ebenfalls bei der „Weißen Tafel“ zu Gast und gibt dort ein paar seiner Songs zum Besten.
Singer-Songwriter und Exil-Spremberger Benjamin Süßmilch mit dem Künstlernamen Sweetmilk ist ebenfalls bei der „Weißen Tafel“ zu Gast und gibt dort ein paar seiner Songs zum Besten. FOTO: Benjamin Süßmilch / privat
Spremerg. Die „Weiße Tafel“ lädt nicht nur zum Picknicken ein, sondern auch zum Lauschen. Von Marcel Laggai

Am Sonnabend findet im Herzen Sprembergs die zweite Auflage der „Weißen Tafel“ statt. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr hoffen die Veranstalter abermals zahlreiche weiß gekleidete Gäste begrüßen zu können. Natürlich wird die Neuauflage des Kultur-Picknicks wieder musikalisch untermalt.

Zu den geladenen Musikern zählen der Spremberger Singer-Songwriter Schraubenyeti, die Cottbuser band Mardi und Nadija aus dem Polnischen Szprotawa. Ebenfalls mit dabei ist ebenfalls Benjamin Sweetmilk, der seinen Auftritt – laut eigenen Aussagen – kaum noch abwarten kann. Kein Wunder, lebt der ehemalige Spremberger doch mittlerweile in Berlin und ist nur noch selten in der alten Heimat zu Gast. „Natürlich ist es schade, dass ich nur noch sporadisch zu Besuch bin, aber das genieße ich dann umso mehr“, versichert der 25-Jährige. Und dann auch noch einen Auftritt in der Heimatstadt zu haben, sei wirklich riesig, ergänzt er freudig.

Ohnehin hat Benjamin Süßmilch, wie er im wahren Leben heißt, aktuell viel um die Ohren. „Ich probe regelmäßig, schreibe Texte, gebe Musikunterricht und bin für Auftritte unterwegs.“ Für Freizeit bleibe da mitunter wenig Raum. Und trotzdem scheint er derzeit nichts zu vermissen. Man hat geradezu den Eindruck, dass sich der 25-Jährige der Musik geradezu verschrieben hat. „Gerade bei der Musik muss man am Ball bleiben, um peu à peu besser zu werden.“

Und dass er am Ball bleiben kann, hat er bis zum 13. Lebensjahr beim SC Spremberg bewiesen. „Doch dann hatte ich eine schwere Verletzung und habe schlussendlich die Musik für mich entdeckt.“ Die habe ihn fortan auch nicht mehr losgelassen, fügt er hinzu. Obwohl die Anfänge holprig waren und die ersten schiefen Töne daheim nicht selten Protest hervorriefen, verfolgte Sweetmilk seinen Musiker-Traum weiter. „Mittlerweile wird sogar von mir erwartet, dass ich singe, wenn ich zu Besuch bin.“ Kein Wunder, opferte er doch sogar sein Architekturstudium, um sich voll und ganz der Musik widmen zu können. Was bei den Eltern nicht sofort auf Zustimmung stieß, räumt Benjamin Süßmilch ein.

Durch sein Durchhaltevermögen konnte Sweetmilk seine Eltern letztlich davon überzeugen, dass er hinter seinem Vorhaben stehe. Knapp 120 selbstgeschriebene Songs sind zumindest ein klares Indiz dafür, dass der ehemalige Spremberger es ernst meint. Auch die knapp 70 Auftritte im Jahr, sprächen für sich. „Ob Hochzeiten, Feiern und Feste, da ist fast alles dabei.“ Schon mehrfach hat der 25-Jährige mit dem Verein Herzenswünsche Oberlausitz zusammengearbeitet, der Sweetmilk nun offiziell als Botschafter gewinnen konnte. „Nach zwei Benefizkonzerten für den Verein weiß ich, was sie mit dem eingespielten Geld für tolle Arbeit leisten und da musste ich auch nicht lange überlegen.“

Doch die Ernennung zum Vereinsbotschafter soll nicht das einzige Highlight des Jahres gewesen sein, wie der Musiker bestätigt. „Nachdem ich an dem Song lange ‚gefeilt’ habe, kommt noch in diesem Sommer eine neue Single heraus“, bestätigt Sweetmilk. Seine Fan-Gemeinde hat davon allerdings bereits über die sozialen Medien erfahren. Den Titel des Liedes hat er der RUNDSCHAU nun jedoch exklusiv verraten. „Die Single wird ‚Glad You’re Mine’, also ich bin froh Dich zu haben, heißen.“ Er würde zwar in Richtung Lovesong gehen, habe aber einen poppigen Einschlag, erklärt Sweetmilk.

Obwohl er die Single dieses Mal noch  nicht zum Besten geben wird, können sich die Gäste des Kultur-Picknicks trotzdem auf ein buntes Potpourri seiner Songs freuen, versichert er.

Und wer weiß, vielleicht findet auch die Stadt Interesse an dem jungen Musiker, sodass er vielleicht eines Tages die Besucher des Heimatfestes oder der Freilichtbühne von seinem Können überzeugen kann. „Das würde mich zumindest sehr Stolz machen“, gesteht Benjamin Süßmilch.