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| 13:30 Uhr

Neujahrsschwimmen
Die Schwimmhalle ruft

Mit der Familie zu starten, hat Tradition. Das hielt auch Vizebürgermeister Frank Kulik 2010 mit Frau und Tochter so. Rechts Jochen Hoffmann.
Mit der Familie zu starten, hat Tradition. Das hielt auch Vizebürgermeister Frank Kulik 2010 mit Frau und Tochter so. Rechts Jochen Hoffmann. FOTO: Martina Arlt
Spremberg. Beim Spremberger Neujahrsschwimmen geht es um fünf Pokale und den kleinen Schweinehund. Von Annett Igel-Allzeit

Seit einigen Tagen sind sie bereits in der Schwimmhalle am Puschkinplatz zu bestaunen: die fünf Pokale, um die zum Neujahrsschwimmen am 1. Januar wieder gekrault wird. Genau drei Stunden darf das Wasser auf den vier Bahnen kochen. Wie Wolf-Dietrich Bennewitz, Kassenwart im Vorstand des Schwimmvereins Spremberg 1921 und Koordinator des Neujahrsschwimmens, bestätigt, startet das Schwimmen um 10 Uhr. „Es ist ein fester Stamm, der es schafft, zum Jahresbeginn den kleinen Schweinehund zu überwinden. Viele der Starter kennen wir von unserem Meilenschwimmen, das über das ganze Jahr läuft.“ Dass es immer mal wieder einige neue Gesichter im Becken gibt, muss mit dem kleinen Schweinhund und dem Familienpokal zu tun haben. „Unser Vereinsvorsitzender Karsten Jerosch hat jedenfalls auch unsere jungen Schwimmsportler noch einmal extra eingeladen“, so Wolf Bennewitz.

Mit der Jugend (unter 18 Jahre) und den Erwachsenen läuft die Wertung in zwei Altersgruppen und getrennt nach Männlein und Weiblein. Den fünften Pokal bekommt die Familie, die die meisten Meter addieren kann. Zum Neujahrsschwimmen 2017 hatte sich diesen Pokal die Familie Bubner mit insgesamt 12 300 Metern geholt. Allein Tim Bubner – damals 14 Tage vor seinem elften Geburtstag – konnte davon 4250 Meter, ein gutes Drittel also, sichern und wurde Sieger in der männlichen Jugend. Die weibliche Jugend führte Lucy Quilitzsch mit 3250 Metern an. Schwer zu schlagen ist in der Spremberger Schwimm-Elite Angelika Heinze, die bei den Frauen mit 7500 Meter vorn lag. Sebastian Struck, der Beste bei den Männern, schaffte am 1. Januar 2017 genau 6300 Meter.

Seit 1980 gibt das Neujahrsschwimmen in Spremberg. Initiator war damals Eckhard Eichler, der über zehn Jahre lang zum Neujahrsschwimmen ins Trattendorfer Warmwasserbad eingeladen hatte. Erst nach der Schließung in Trattendorf 1991 wanderte die Schwimmtradition ins städtische Hallenbad am Puschkinplatz.

Der Schwimmverein Spremberg bereitet das Neujahrsschwimmen stets gemeinsam mit der Stadt vor. Bereits um 8 Uhr trifft sich das Organisationsteam in der Halle, um das gesunde Buffet aufzubauen. Die Knappschaft, die die Meilenpässe druckt, unterstützt das Neujahrsschwimmen mit Geld für das Buffet.