ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:31 Uhr

Bis Ende 2020
Spremberger Krankenhaus darf Orthopädie behalten

Spremberg ist ein Krankenhaus der Grundversorgung.
Spremberg ist ein Krankenhaus der Grundversorgung. FOTO: Martina Arlt
Spremberg/Potsdam. Das Krankenhaus in Spremberg darf weiter orthopädische Leistungen anbieten. das hat das Gesundheitsministerium in Potsdam am Freitag mitgeteilt. Bisher drohte eine Schließung zum Jahresende.

„Planungssicherheit für das Krankenhaus in Spremberg“ verspricht das Ministerium in einer Pressemitteilung am Freitagmittag. Bis mindestens Ende des Jahres 2020 dürfe das Krankenhaus weiter orthopädische Leistungen wie Implantationen von künstlichen Hüftgelenken vornehmen. Das Krankenhaus hatte die Sorge, dass es mit dem Jahreswechsel den Versorgungsauftrag insbesondere für die Implantation von künstlichen Hüftgelenken verlieren könnte. Das sei nun gestoppt.

Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke): „Für eine bestmögliche Versorgung müssen sich deshalb alle Krankenhäuser permanent weiterentwickeln, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Das gilt auch für das Spremberger Krankenhaus. Dass es das kann, zeigt die neue Kooperation mit der Lausitz Klinik Forst im Bereich der Tageskliniken für Geriatrie und Psychiatrie.“

Im Jahr 2010 gab es einen Konflikt zwischen dem Krankenhaus Spremberg und den Krankenkassen, da das im Krankenhausplan ausgewiesene Krankenhaus der Grundversorgung auch Gelenkendoprothesen eingesetzt hat und diese auch langfristig einsetzen wollte. Eine Schiedsstelle hatte damals entschieden, dass Leistungen der Knie-Endoprothetik nicht zum Versorgungsauftrag von Spremberg gehören. Auch die Implantationen von künstlichen Hüftgelenken hatten die Krankenkassen als medizinisches Angebot in Spremberg infrage gestellt. Das Gesundheitsministerium hatte damals die Verhandlungen unterstützt. Am Ende konnte ein Kompromiss gefunden werden. Um auch die wirtschaftliche Situation von Spremberg zu stärken, wurde im aktuellen Krankenhausplan eine Übergangsfrist für die Spezialisierung geschaffen.

Im Jahr 2021 wollen Berlin und Brandenburg eine aufeinander abgestimmte Krankenhausplanung, daher sind weitere Zusagen im aktuellen Brandenburger Krankenhausplan derzeit nicht möglich.

(bob)