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| 15:06 Uhr

Welzow
Ein Schulausflug in die Steinzeit

Die Viertklässler der Spremberger Astrid-Lindgren-Grundschule stellten Schwirrhölzer mit Bastschnur, alte Musikszöcke, her.
Die Viertklässler der Spremberger Astrid-Lindgren-Grundschule stellten Schwirrhölzer mit Bastschnur, alte Musikszöcke, her. FOTO: Arlt Martina
Welzow. Spremberger Grundschüler nutzen Angebot des Archäotechnischen Zentrums in Welzow.

Die Klassenfahrt der 4b führte die Spremberger Grundschüler räumlich nicht sehr weit – nur bis Welzow; aber zeitlich Tausende Jahre in der Geschichte zurück. Die  24 Schüler der Astrid-Lindgren-Schule waren vier Tage lang Gäste des Archäotechnischen Zentrums (ATZ). Das Thema „Steinzeit“ zog sich mit Aktivitäten durch die ganze Woche.

Klassenlehrerin Anne Wolf (29) lobte, dass immer eine neue Epoche ausgerufen wurde, die verschiedene Betätigungen herausfordert. So konnten nach einem Vortrag von Dr. Hans-Joachim Behnke am ersten Tag  die Schüler Werkzeuge und Gegenstände aus der Steinzeit näher unter die Lupe nehmen.

Kristine Messenbrink und Philipp Feistauer waren bestens auf die Grundschüler vorbereitet und ließen keine Langeweile aufkommen. In drei Tippies übernachteten die Gäste im ATZ-Garten. Für die Schüler übernahmen die Lehrer Anne Wolf und Ingolf Roschke sowie die Eltern Ria-Carina Nowara und Sven Mocksch die Betreuung.

Mit unterschiedlichen Kräuterarten aus dem Epochengarten kochten die Schüler am offenen Feuer. Sie stellten selbst Fladenteig her oder brutzelten Stockbrot am Lagerfeuer.  Tonperlen wurden im Feuer gebrannt, später aus der Asche entnommen und verziert. Nachtwanderungen und Schwertkämpfe gehörten zu den Programmpunkten. Bei den Kämpfen gingen als Sieger zwei Mädchen hervor, Nora und Aminat.

In der Werkstatt im ATZ wurde es noch interessanter. Dort stellten die Schüler unter Leitung von Archäotechniker Philipp Feistauer  Schwirr­hölzer her. Sie  gelten als sehr frühe Musikinstrumente beziehungsweise Übertragungselemente für Töne. Sie bestehen aus Pappelrinde und erzeugen Klänge, die über große Entfernungen hörbar sind. Bearbeitet wurde das Holz mit Leinöl und verziert mit einem Lötkolben und Faserstiften.

„Auch bei einer Klassenfahrt war mir wichtig, dass verschiedene Dinge pädagogisch aufgebaut sind und Inhalt haben“, erklärt Klassenleiterin Anne Wolf. „Da die Schüler auch bei so vielen Sachen selbst Hand anlegten, bleibt das in den Köpfen hängen“, empfiehlt sie das Angebot weiter.

Bereits jetzt ist das ATZ für die nächsten acht Wochen schon sehr gut mit Projekttagen ausgebucht. Ab August 2018 können aber wieder Termine vereinbart werden.

Am 16. Juni kann man zwischen 10 und 18 Uhr Pflanzen von der Steinzeit bis zum Mittelalter im Epochengarten entdecken.  Am 12. Juli kocht das ATZ zwischen 18 und 22 Uhr zum Thema „Die Nibelungen“.  

(mat)