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| 17:48 Uhr

Schwimmhalle
Badespaß in Spremberg soll teurer werden

Der Badespaß in Sprembergs Schwimmhalle soll teurer werden – auch für Kinder.
Der Badespaß in Sprembergs Schwimmhalle soll teurer werden – auch für Kinder. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Stadt schlägt eine Erhöhung der Eintrittspreise vor. Der Hauptausschuss diskutiert kontrovers. Von Annett Igel-Allzeit

Die Zahl der Besucher der Spremberger Schwimmhalle sinkt, aber die Kosten, die die Stadt Spremberg als Eigentümerin decken muss, steigen. Deshalb sollen die Eintrittspreise zum 1. Januar 2019 angehoben werden. Im Schwimmbereich droht für Erwachsene eine Erhöhung von 2,50 auf drei Euro für den 90-minütigen Besuch, für Kinder und alle übrigen, die Ermäßigung bekommen, könnte es von einem Euro auf 1,50 Euro hoch gehen. In der Sauna wird der Vormittagspreis gestrichen – der Besuch koste dann vormittags wie nachmittags 7,50 Euro (ermäßigt 6,50 Euro). Zehner-Karten werden entsprechend teurer, der Preis für Jahreskarten, die zum Besuch aller Spremberger Bäder berechtigt, steigt von 130 auf 140 Euro (ermäßigt von 50 auf 70 Euro). Auch fürs Schulschwimmen soll eine neue Regelung gelten: Statt 1,50 Euro pro Schüler will die Stadt künftig 50 Euro pro Klasse ansetzen.

Nicht allen Mitgliedern des Hauptausschusses gefielen am Montag die Vorschläge. Die rein prozentuale Steigerung falle für Kinder höher aus als für Erwachsenen, merkte Dirk Süßmilch (SPD) an. Den Hinweis des Sachgebietsleiters Frank Kuhlee, Spremberg sei im Vergleich zu umliegenden Bädern „viel zu billig“, ließ auch Jens-Uwe Winkler (Vereinte Wählergruppen) nicht gelten. „Die Qualität ist in Cottbus ja auch besser“, so Winkler. „Wegen des Zustands unserer Halle sind wir mit den Preisvorschlägen auch nicht so hoch gegangen. Wir würden mit den neuen Preisen immer noch deutlich unter denen der umliegenden Bäder bleiben“, sagt Kuhlee. Benny Stobinski (Nächste Generation) sieht die Not für die Preiserhöhung nicht: „Das ist eine rein politische Entscheidung. Und wieder ist es der soziale Bereich, wo wir abgreifen. Für die zwei Jahre, wo wir diese Halle noch haben, sollten wir es bei den aktuellen Preisen lassen. Das tut nicht weh.“

„Auch wenn wir den Haushaltsausgleich schaffen: Wir schwimmen nicht im Geld“, so Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos). Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung ging die Vorlage mehrheitlich durch, endgültig abstimmen werden dazu die Stadtverordneten am 5. Dezember.